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Trick mit dem Knie - Erfahrungsbericht


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Das Thema Hang-off bzw. Knieschleifen ist ja nicht ganz umkontrovers (:smile_wacko: vs. :4:).

Mich hat es vermutlich schon interessiert bevor ich überhaupt wusste was das eigentlich ist.

Mein Dad hat so um 1995 das erste mal die Isle of Man besucht und hatte u.a. eine Doku "mitgebracht" die

war. Das Original ist auf irgendeiner VHS Kassette verschollen. Als Kind hab ich nicht verstanden wie gefährlich dieses Rennen war, aber was ich sah war vor allem diese vollkommen merkwürdige Art in der Kurve auf dem Motorrad zu sitzen. Diese Helden wie Joey Dunlop lehnten sich von ihrem Motorrad Richtung Boden und strekten das Knie aus. Naja dreimal dürft ihr raten was ich auf meinem Fahrrad versucht habe nachzumachen. Kurzum, es sah vermutlich sehr witzig aus was der Knirps da veranstaltete.

Gute 20 Jahre später hat mich dieses Thema wieder gepackt. Weniger weil ich es auf der Straße für einen sinnvollen Fahrstil hielte (das wird ja größtenteils verneint, aber es gibt andere Meinungen) sondern weil mich die Fahrtechnik interessiert. Ausserdem erschien es nicht ganz einfach und diese Herausforderung hat mich gereizt. Also, wie nähert man sich dem Thema: Internet. Das Netz ist voll mit mehr oder weniger hilfreichen Anleitungen (EDIT: die hier ist ein schöner Überblick).

Dabei stößt man leider auch auf sehr pubertäre Sachen die ich hier nicht verlinken werde. Relativ interessant hingegen folgende Videos:

-

- Troy Corser's sehr ausführliche Erklärung zur Körperhaltung (nicht nur Hang-off)

-

-

Naja, das ganze dann aber selbst in die Praxis zu übersetzen ist mir aber nicht direkt gelungen. Nach einigen Trockenübungen auf dem Seitenständer und sich Klarmachen wie sich der Körper zu positionieren hätte, braucht man nämlich Ruhe und geeignete Verhältnisse. Konkret heißt das:

1. kein Verkehr

2. griffiger, trockener Asphalt

3. Kurven oder Freifläche (möglichst ohne Hindernisse)

Gefunden hab ich diese Bedingungen dann auf einem Messegelände. Nach etwa zehn Durchgängen hatte ich dann endlich den Mut den Po ausreichend weit in Richtung Kurve zu hängen und das erste mal Bodenkontakt :4:.

EDIT: Der PO + angehängter Körper muss wirklich weit raus. Also viel weiter als man zunächst meint. Dies fordert etwas Überwindung und am besten jemanden der es von Aussen sieht und korrigiert.

Bevor man das macht habe ich mich wieder auf die Körperhaltung besinnt:

1. auf eine möglichst lockere Arm-Haltung achten (zu erreichen durch Sitzposition und Haltung des Oberkörpers). Erst das gibt einem die Kontrolle und Flexibilität die gewohnte Position zu verlassen.

2. wenn das passt, vor der Kurve umsetzen. Das Verlagern des Gewichts macht, dass die Duc schon um die Ecke fahren möchte, einfach gegensteuern, spät einlenken.

3. Blick in Richtung Ausgang richten

4. kurveninneren Arm einfach nach unten wegknicken / durchhängen lassen

5. zu guter letzt kurveninneres Bein in Richtung Kurve eindrehen (geht ggf. nur wenn der Ballen recht weit aussen auf der Raste steht)

Im Effekt war ich komplett geflasht. Andererseits, war mir aber auch klar, dass es zu viele technische Nuancen gibt (siehe Videos und Artikel), die man nur von aussen sieht. Letztlich habe ich mir also vorgenommen ein "Trick mit dem Knie" Training zu machen, was nun am Sonntag auch stattfinden konnte.

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Inhalte sind hier recht schnell erzählt:

1. Besichtigung der Übungskurve - Blickführung

2. Fahren mit möglichst entspannter Körperhaltung, möglichst "rund"

3. "Rumturnen" - erste Runde - Trainer macht es vor, demonstriert richtiges Umsetzen

4. "Rumturnen" - linksherum, dann rechtsherum - jeweils mit Hütchen zur Markierung der Linie

5. Freies Hanging-Off Fahren ohne vorgegebene Linie

Die Methodik funktioniert zumindest bei mir prima. Ich hab recht schnell die Tipps bekommen die ich brauchte um zuverlässig und kontrolliert ein Hang-Off hinzuleiten und die Schräglage zu kontrollieren.

Eigentliches Ziel der ganzen Turnerei ist hier ja die Schräglage bei gleicher Geschwindigkeit zu reduzieren. Durch uns :nocontrol: wird das aber ein bisschen umgekehrt und wir versuchen die maximale Schräglage zu fahren. Ich hab hier mal eine Durchfahrt die recht extrem ist aus dem Video rausgefischt.

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Das ist für Straßenreifen schon so ziemlich das Ende der Fahnenstange und fühlt sich einfach gigantisch an.

EDIT: Das ist für's Knieschleifen komplett unnötig und wie oben erwähnt einfach eine Spielerei gewesen. Meist hatte ich 40-45 Grad und wenn ich mich noch weiter herauslehnen würde wäre noch weniger Schräglage bei gleicher Geschwindigkeit drin = Sinn der Technik im Rennsport.

Durch das schleifende Knie bekommt man ein recht gutes Gefühl für die Schräglage. Gefahr hierbei ist, dass man sich durch drücken des Knies aushebelt - aber das muss man schon provozieren.

Im Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Es gab einige wichtige Tipps, mehr methodisches Vorgehen und auch ein kleines Lob vom Trainer. Trick mit dem Knie 2 ist auf jeden Fall vorgemerkt. Hier geht es darum in Wechselkurven die Technik anzuwenden. Denke das ist eine ganz sanfte und sinnvolle Sache bevor ich mich mal auf eine Renne traue.

Achso und hier noch die objektiven Ergebnisse ^^

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Edited by Basstler
Klarstellung Schräglage
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Interessanter Thread

seit diesem jahr arbeite ich auch verstärkt am hanging off stil.

Knieschleifertrainings mit Trainer sind sehr hilfreich.

Jedenfalls ist es schon ein tolles Gefühl mit dem Knie über den Asphalt zu schleifen.

...und mit einer Monster ging das am einfachsten.

Bei you tube kann man sich die videos von oliver heuler anschauen.

sehr gut gemachte, kommentierte und analysierte Videos.

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Uiuiui....da ist aber einiges durchenandergewirbelt worden...

Zunächst mal: Glückwunsch! Du bist jetzt ein "knee dragger". Find ich geil. (Ehrlich). Kniescheiben macht fun und ob mans brauch oder nicht, sei mir Wurscht. ICH mache das auch gerne mal.

Aber ein, zwei Tipps sind so (sorry) nicht richtig. Vieles aber schon. Körperhaltung, arme, vorher umsetzen...alles richtig.

Aaaaaaber:

1) dass die Gewichtsverlagerung eine Rolle beim Umlegen des Moppeds spielen würde ist leider eine völlige fehlannahme. Du kannst dich zB mit deinem kompletten Gewicht auf eine Fußraste stellen und so weit es geht noch zur Seite lehnen, dein Mopped fährt tapfer weiter geradeaus. Probier es aus, du wirst sehen, dass das stimmt. Schön demonstriert hat das übrigens die rennlegende Keith Code in seinem Lehrfilm "Twist with the wrist" und einem am Mopped verschweißten Lenker.

Könnte man jetzt mit Kreiselkräften usw beschreiben, ist aber zu umfänglich.

Dein Mopped legt sich nur deshalb um, weil du unbewusst (wie übrigens JEDER) einen lenkimpuls machst. Hier kommt übrigens die Haltung der Arme ins Spiel, die du sehr gut beschrieben hast.

2) um Hang Off zu fahren, brauchst du nicht wirklich viel Schräglage. 54 grad sind brutal viel und zum Hang Off lernen bei weitem nicht notwendig. Das geht auch locker beim 8-er fahren mit weit weniger.

Wir veranstalten ja einmal im Jahr die Motorradtage beim TÜV, da instruiere ich dann auch. Mit dabei ist immer nen guter Bekannter (Uli Strenger), gerade schön zu sehen in der neuen "Motorrad" mit dem Onkel Jürgen vom KTM-Mayer zum Bericht über das Kurven-ABS. Der hat den Kameraden von der Motorpresse seinen schräglagentrainer mit Stützrädern gestellt (mE ist der Uli übrigens einer der besten Motorradfahrer und Instruktoren die ich kenne).

Auch hier ist es immer dasselbe Bild: die Leute, die hang Off lernen wollen vergessen eine sehr sehr wichtige Kleinigkeit.

Sitzposition und Blickführung.

Kaum erklärt man das sinnvoll: Blickführung beim kreisbahnfahren 45 grad voraus, dann aber mal den Blick in die Mitte lenken und vor allem: DER ARSCH MUSS VIEL (aber sehr sehr viel) WEITER RAUS ALS DU DENKST, dann klappt das plötzlich prima. Zack ist das Knie unten.

Es ist halt doch ein spannendes Zusammenspiel aus Technik und dann noch den schiss zu überwinden bis es zum ersten Mal klappt. Hat es das, geht es immer und immer wieder. Dann hat es eben "Klick" gemacht.

Somit: toller Bericht! Aber ein paar wichtige Kleinigkeiten hast du mE vergessen.

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Uiuiui....da ist aber einiges durchenandergewirbelt worden...

...

Aber ein paar wichtige Kleinigkeiten hast du mE vergessen.

Danke für's Feedback - das kann ich ja editieren ... also gehen wir mal durch.

1) dass die Gewichtsverlagerung eine Rolle beim Umlegen des Moppeds spielen würde ist leider eine völlige fehlannahme. Du kannst dich zB mit deinem kompletten Gewicht auf eine Fußraste stellen und so weit es geht noch zur Seite lehnen, dein Mopped fährt tapfer weiter geradeaus. Probier es aus, du wirst sehen, dass das stimmt. Schön demonstriert hat das übrigens die rennlegende Keith Code in seinem Lehrfilm "Twist with the wrist" und einem am Mopped verschweißten Lenker.

Könnte man jetzt mit Kreiselkräften usw beschreiben, ist aber zu umfänglich.

Dein Mopped legt sich nur deshalb um, weil du unbewusst (wie übrigens JEDER) einen lenkimpuls machst. Hier kommt übrigens die Haltung der Arme ins Spiel, die du sehr gut beschrieben hast.

Ich sehe das nicht vollkommen anders als du, dass Lenkimpulse unbewusst gegeben werden. Alles korrekt.

Aber so einfach scheint die Physik der Dinger die wir bewegen nicht zu sein. Ich hab jetzt nochmal etwas intensiver gesucht und es gibt kaum wirklich verlässliche und umfangreiche Aussagen dazu.

Alles was ich dazu sicher sagen würde: es kommt auf die Geschwindigkeit und die Masse des Zweirads an. Soll heißen, bei 200kmh auf einem Motorrad sind die Kreiselkräfte so enorm, dass es in der Geradeausfahrt kaum einen Unterschied macht wo du rumturnst. Bei geringeren Geschwindigkeiten und Massen macht es hingegen schon einen Unterschied. Beispiel - Fahrrad: hier nutzt man in aller Regel keinen Lenkimpuls sondern eher Gewichtsverlagerung (und normales Lenken).

Also in Abhängigkeit der Geschwindigkeit, zieht die Maschine schon in die Richtung in die man sich umsetzt und das Gewicht entsprechend verlagert hat (auch hier gibt es Debatten ob dies nicht unbewusst zu Lenkimpulsen führt...)

Zumindest gefühlt muss ich im Gegenteil nun einen sehr bewussten Lenkimpuls geben um sie weiter geradeaus fahren zu lassen. Troy Corser beschreibt dies im Video um Minute 11:00. Er beschreibt das selbe Gefühl wie ich es habe, dass man zum Einlenken jetzt den bewussten (Gegen-)Lenkimpuls aufgibt und die Maschine "fallen lässt" (so seine Worte). Natürlich wird man hier auch wieder unbewusst was mit dem Lenker machen, aber vom Gefühl her ist es genau so für mich. Umsetzen, geradeaus Gegenlenken, Fallen lassen und dann die Linie ziehen.

2) um Hang Off zu fahren, brauchst du nicht wirklich viel Schräglage. 54 grad sind brutal viel und zum Hang Off lernen bei weitem nicht notwendig. Das geht auch locker beim 8-er fahren mit weit weniger.

Absolut! Ich dachte ich hätte es deutlich gemacht das WENIGER Schräglage eigentlich das Ziel ist. Hab es nochmal betont.

Kaum erklärt man das sinnvoll: Blickführung beim kreisbahnfahren 45 grad voraus, dann aber mal den Blick in die Mitte lenken und vor allem: DER ARSCH MUSS VIEL (aber sehr sehr viel) WEITER RAUS ALS DU DENKST, dann klappt das plötzlich prima. Zack ist das Knie unten.

Ja, guter Punkt das schreibe ich auch nochmal so rein. Diese Erkenntnis hab ich schon in meinen Übungen gehabt und musste trotzdem wieder lernen das da noch mehr geht. Ich nehme es mit rein.

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... etwas so ??

Wobei zu 50-54 Grad m.M. nach noch was fehlt :frown:.

[ATTACH]17187[/ATTACH]

Genau so. Die Renn- bzw. Sportfahrer ducken sich halt hierbei viel mehr als z.B. ich als Anfänger und verlagern auch den Oberkörper sehr stark in Richtung Boden.

Das siehst du auch in dieser Analyse: https://rideapart.com/articles/10-things-you-need-to-know-about-motorcycle-body-position-for-sport-riding

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Hi ihr,

toller Thread :-))

Also das mit dem Lenkimpuls, den geben wir auch beim Radfahren, da halt entsprechend sanfter. Je schneller man unterwegs ist desto mehr muss man eben auch den Lenkimpuls geben, sonst tut sich, wie Blechkiste schreibt, Nix. Ich kenne das auch von meinen Kursen wo die Teilnehmer dann häufig antworten, wenn man sie fragt wie sie eine Kurve/Richtungswechsel einleiten. Da kommen die tollsten Geschichten. Von der "mit der Hüfte" bis hin " auf der Fussraste" ist alles dabei.

Da hilft dann nur die Teilnehmer das mal mit dem Lenkimpuls "Erleben" und "Erfahren" zu lassen. Meist lass ich sie erst mal vorfahren wie es mit Hüfte & co klappt durch den Slalom zu fahren (geht natürlich nicht gescheit) Und dann mal auf der Geraden bewusst den Lenkimpuls einsetzen. Eben mal mehr und mal weniger schieben und mal den Impuls stärker geben oder länger.

Danach ist es den meisten TN auch klar. (Natürlich gibt es auch da immer Menschen die sehr lange Zeit benötigen um das wirklich zu realisieren und richtig umzusetzen).

Aber wir sind ja beim "Hang Off" :-) Und da gibt es ja durchaus auch viele Feinabstufungen. Zwischen eben "Rennstrecken Hang Off" und eben alltagstauglicheren hang off oder eben nur Knie nach vorne schieben :-)

lg coffee

Edited by coffee
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Hi ihr,

toller Thread :-))

.......... . Ich kenne das auch von meinen Kursen wo die Teilnehmer dann häufig antworten, wenn man sie fragt wie sie eine Kurve/Richtungswechsel einleiten. Da kommen die tollsten Geschichten. Von der "mit der Hüfte" bis hin " auf der Fussraste" ist alles dabei.

Da hilft dann nur die Teilnehmer ...........

lg coffee

@ coffee, wo und von welchen Anbieter bist Du denn als Instruktorin tätig?

Gruß, Dieter

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Also lenkimpuls gibst du sehr wohl sogar beim Fahrradfahren. Kuck mal nach twist with the wrist bei youtube. Da ist das wunderschön erklärt und spart nen Haufen Worte.

Wie gesagt: wollte mehr ergänzen und positive Kritik üben. Sag ja...vieles ist ja auch verdammt richtig

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Das Bike gibt den von alleine, gibt da geniale Videos - glaub ist auch in dem Video von Keith Code was Chris angesprochen hat, kann aber auch ein anderes gewesen sein - wo die zeigen, wie das Bike reagiert, wenn man es bei langsameren Geschwindigkeiten durch Gewichtsverlagerung in die Kurve legt. Und ja bei den Aufnahmen sieht man deutlich wie die Maschine von alleine den Lenkimpuls einleitet, daher auch gerne der Spruch "your bike knows how to ride bett than you"

Bei den Videos mit den japanischen U-Turns kann man das teilweise auch gut beobachten, muss mal schauen, ob ich da morgen noch einen Link finde.

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Wie geb ich denn den Lenkimpuls wenn ich freihändig Kurve fahre? Mit dem Fahrrad schon mal gemacht. Grübel ...

natürlich geht das, aber eben sehr langsam, zäh und unkontrolliert. Hast Du das schon mal versucht wenn Du einen schnellen Richtungswechsel einleiten willst? Z.B Ausweichen? entsprechende schnelle Kurvenfolge? Nein, dann probiere es doch mal aus ob es dann immer noch so toll klappt :)

lg coffee

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Natürlich geht das nur langsam und unkontrolliert. Ich wollte auch nur darauf hinaus, dass bei leichtem Fahrzeug und niedriger Geschwindigkeit sehr wohl ne Gewichtsverlagerung die Fahrtrichtung beeinflusst. Wenn der Lenker dabei dieselbe Bewegung macht wie beim Lenkimpuls dann ist das trotzdem kein Impuls den ICH in den Lenker gebe.

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Man kann auch mit dem Motorrad freihändig eine Kurve fahren (wenn auch nicht wirklich schräg/schnell/lange), habe ich schon oft genug gemacht, dh. der Lenkimpuls muss nicht zwangsläufig am Lenker geschehen.

Ich möchte auch anmerken, dass extremes Hanging Off eher ein Phänomen der MotoGP ist und nicht zwingend notwendig, wie diese Saison Jonathan Rea eindrucksvoll bewiesen hat. ;)

Edited by D-Duction
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Ich geb`s ja zu, ich bin Blechkisten-Fan, also Keith Code`s Twist of the wrist (der richtige Dreh) ist wirklich einer der besten Lehrfilme für Alle, die den Lenkimpuls verstehen und auch anwenden wollen.

Das schönste an dieser Technik ist, das es auch dann klappt, wenn man mal zu schnell in eine Kurve reinfährt oder die Kurve zu macht (Hundskurve), hat wahrscheinlich jeder schon mal er- bzw. über-lebt.

Standardmäßig gibt es dann 2 Möglichkeiten, 1. (Panik)- Bremsen, Maschine richtet sich auf, man rauscht geradeaus in den Gegenverkehr, falls man sich nicht auf einer schnellen Einbahnstraße befindet.

2. Lenkimpuls geben, die Maschine legt sich weiter in die Kurve, alles wird gut.

Also, mir hat das schon mal den Hintern gerettet, sonst würd ich mir Alles bereits von oben oder unten anschauen...

http://www.amazon.com/Twist-Wrist-II-Keith-Code/dp/0965045072/ref=pd_bxgy_14_img_3?ie=UTF8&refRID=1TV0N9F4FKJ51J3VHBHR

Viel Spaß beim Üben und keine Bodenproben nehmen

Gruß

Yoshi

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Kann mich Yoshi nur voll und ganz anschließen, das Video habe ich vor ein paar Monaten mal gesehen und finde es hilft sehr, wenn man mal etwas zu schnell in eine Kurve kommt.

Zur 1. Möglichkeit würde ich aber noch das wegrutschen hinzufügen - ist einem Kumpel letzten Samstag passiert, zu schnell in die Kurve, panikbremsen, Hyper im Arsch, Biker zum Glück unverletzt

Das Buch "die obere Hälfte des Motorrads" ist übrigens auch spitze, kann man ruhig mal in der Wartezeit zur nächsten Saison durchlesen :)

@Sven: ist klar, dass du den Lenkimpuls nicht direkt eingibst, wenn du den Lenker gar nicht anfasst, wie auch? Bei der Aussage ging es ja nur darum, dass der Lenkimpuls trotzdem stattfindet

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So sehe ich das auch (btw yoshi...das nächste Bier geht auf mich ;) )

Er geht nur darum, dass der lenkimpuls ein zentraler Bestandteil des Fahrens auf einem Zweirad ist. Weiß man darum und kann das auch noch BEWUSST anwenden, dann wird schlagartig ein besserer Zweiradfahrer aus dir. Schon bei ca 30 km/h hast du so enorme kreiselkräfte (Stichwort kamm'scher Kreis und die daraus f(=resultierende)) mit entsprechendem aufstellmoment, dass Gewichtsverlagerung sowieso nix mehr bringt. Wie dem auch sei:

Das Mopped KANN NUR über den lenkimpuls gesteuert werden. Langsam fahrend wird auch dort dein Motorrad in die andere Richtung lenken wie du eben das Gewicht verlagerst. Wie gesagt, ab 30 ist sowieso Schluss.

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Ich seh es so:

Fahrrad, langsam, freihändig: ich verlagere das Gewicht nach rechts -> das Fahrrad kippt nach rechts -> der Lenker dreht nach links -> ich fahre eine (unsaubere :-) Rechtskurve, unsauber auch weil der Lenker nicht geführt wird.

bei höherer Geschwindigkeit und Masse hat die Gewichtsverlagerung nur minimalen bis keinen Einfluss auf die Neigung des Fzg. und ich muss den Lenker nach links ziehen um nach rechts zu kippen.

Ich bin ganz bei euch das viele den Lenkimpuls unbewusst machen (müssen) aber ihn nicht wahrnehmen, ging mir genauso.

Ich hab die Bewegungsmuster vom Fahrrad übers Moped zum Motorrad übernommen und niemand hat mir was vom Lenkimpuls erzählt. Als Wiedereinsteiger hab ich dann mal etwas Theorie gelesen, mich gewundert und dann bewusst auf der Straße ausprobiert. Da war dann alles klar.

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Ich geb`s ja zu, ich bin Blechkisten-Fan, also Keith Code`s Twist of the wrist (der richtige Dreh) ist wirklich einer der besten Lehrfilme für Alle, die den Lenkimpuls verstehen und auch anwenden wollen.

Das schönste an dieser Technik ist, das es auch dann klappt, wenn man mal zu schnell in eine Kurve reinfährt oder die Kurve zu macht (Hundskurve), hat wahrscheinlich jeder schon mal er- bzw. über-lebt.

Standardmäßig gibt es dann 2 Möglichkeiten, 1. (Panik)- Bremsen, Maschine richtet sich auf, man rauscht geradeaus in den Gegenverkehr, falls man sich nicht auf einer schnellen Einbahnstraße befindet.

2. Lenkimpuls geben, die Maschine legt sich weiter in die Kurve, alles wird gut.

Also, mir hat das schon mal den Hintern gerettet, sonst würd ich mir Alles bereits von oben oder unten anschauen...

http://www.amazon.com/Twist-Wrist-II-Keith-Code/dp/0965045072/ref=pd_bxgy_14_img_3?ie=UTF8&refRID=1TV0N9F4FKJ51J3VHBHR

Viel Spaß beim Üben und keine Bodenproben nehmen

Gruß

Yoshi

Bekommt man den Film auch auf deutsch, Yoshi?

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