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Ber73

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  • Name
    Chris
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    Berlin
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    Monster S4RS

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  1. Und noch ne Runde tiefer durchatmen - zumindest solange die Lunge noch funktioniert. Das Triage-Empfehlungen-Dokument sieht aktuell so aus: Link
  2. Ich warte eigentlich nur noch auf die ersten Klagen, dass das nicht verhältnismäßig ist und zur Gefahrenvermeidung iSd Ansteckungsgefahr nicht oder nur unzureichend geeignet. Ist ja schön und gut, dass sich rosenheim24.de bei der Polizei erkundigt hat, nur haben die das gar nicht zu beurteilen. Die Polizei kann allenfalls ihre eigene Meinung zur Rechtslage ausdrücken, die sich mit der Realität ja nicht immer decken muss. Ich habe hier bisher jedenfalls nur im Ansatz etwas entdecken können, was mich argumentativ überzeugen kann, nämlich das von Adducted angeführte Argument, dass im Falle eines Unfalls der Verunfallte einem Atemwegserkrankten dringend benötigte Ressourcen auf einer Intensivstation wegnehmen könnte.
  3. Aus Licherfelde, also eher ganz im Süden der Stadt, aber wenn ich aufs Grundstück in die Schorfheide fahre ... willkommen in der bunten Runde. Chris
  4. Ui, da mach ich mit Titan bin ich dabei, allerdings nich ganz son neumodisches Geraffel, wie Coffee es fährt: Mein anderes RM ist aus Stahl, Alu fahre ich gar nicht. Für die Großstadt brauchts kein Fully, Frontsuspension langt mir gut hin. Alles in Einzelteilen gekauft und selbst gebaut, ausschließlich das Einspeichen hab ich den Jungs von California Sports überlassen. Wenn es doch nur schon etwas wärmer wäre ....
  5. Ich fahre ab dem 1.4., sofern das Wetter passt. Solange ich auf der Maschine sitze, kann ich weder wen anstecken (sofern bereits unwissend infiziert) noch groß angesteckt werden, denke ich.
  6. Ich finde den Preis auch jenseits von gut und böse. Die Maschine hat jetzt nicht sehr wenig km, keinerlei teure Teile verbaut und die Termianlage hat eine E-Nummer, die denke ich mal nur für die Tüten in Verbindung mit dem originalen Vorschalldämpfer gilt. Sprich ohne Katblase ist die wie jede andere S4RS/S2R nicht legal fahrbar - außer bei den Termis ist das anders, als bei sämtlichen anderen am Markt erhältlichen Anlagen (in dem Fall wäre deren Preis am Gebrauchtmarkt auch wenigstens mal zu rechtfertigen). Bei der km-Leistung und ohne jedwede Umbauten würde ich über mehr als 7000€ gar nicht nachdenken. Meine S4RS hatte quasi ähnlich km, hat immernoch unter 8000€ gekostet, war aus erster Hand und hatte für mehrere Tausender Umbauten. Originalteile gabs sämtlichst dazu wie auch sämtliche Rechnungen zur Werkstatthistorie seit dem ersten Tag.
  7. Ber73

    Bin raus

    Meine Worte sind weder markig noch falsch. Im Gegensatz zu Deinen - die sind markig im Sinne von markiert .. und teilweise eben auch falsch. zu erstens: Der Gesetzgeber hat durchaus erkannt, dass mehr Lautstärke ein Sicherheitsfeature ist und deswegen eine entsprechende Verordnung erlassen: Link - Es gibt also nicht nur ein Einsehen beim Gesetzgeber, es gibt auch ein Handeln seinerseits bezüglich einer Mindestlautstärke. Dieses Handeln stammt bereits aus dem Jahr 2014. Die im obigen Link genannte EU-Verordnung ist allerdings die falsche - korrekt ist diese hier: Nr. 540/2014 Ok - das betrifft die Sicherheit von Fußgängern. Aber das Argument ist zum einen übertragbar und zum anderen hattest Du ja angezweifelt, dass es das überhaupt gibt. zu zweitens: Der Gehörsinn dient der Warnung, soweit sind wir konform. Und genau darum geht es ja: Wenn der Autofahrer mich nicht mehr hört, ist er auch nicht mehr gewarnt. Deine Rechnung ist zwar schön und gut, aber als Argument nicht fruchtbar zu machen. Ob der "Stress" vermeidbar wäre, wäre gerade das Ergebnis einer Abwägung der widerstreitenden Interessen. Und die Frage des wofürs hat bereits der Gesetzgeber beantwortet: Für die Sicherheit. zu Drittens: Ob das Sinn ergibt, ist gerade die Frage - aber hier ist Dein erstes Argument zu finden. Es streitet für die Leisetreterfraktion die (vermeintlich) permanente Beschallung - für die Motorradfahrer streitet die Sicherheit bzw. das Bedürfnis als schwächerer Verkehrsteilnehmer stärker wahrgenommen zu werden. Das Argument der Permanentbeschallung ist allerdings so nicht tragbar, denn der Anwohner (oder wer auch immer) hört den Motorradfahrer nur relativ kurz. Der einzige, der einer wirklichen Permanentbeschallung ausgesetzt ist, ist der Kradfahrer selbst, denn nur er hört seine Geräusche wirklich permanent. Wenn ER also den dauerhaft erhöhten Lärmpegel bereit ist für seine Sicherheit zu ertragen, warum sollte es dann den anderen, die ihn jeweils nur verhältnismäßig kurz hören, nicht auch zuzumuten sein? Was ferner für die Motorradfahrer spricht, sind die unmittelbaren Auswirkungen einer sich verwirklichenden Gefahr. Der "Stress" für die, die den Motorradfahrer nur kurz hören, führt allenfalls langfristig zu einer nachvollziehbaren Gesundheitsschädigung, unmittelbar ist das nicht und ich streite auch nicht für eine Anhebung von Geräuschgrenzen (schon gar keine maßlose), sondern lediglich für ein Ende des Trends die Maschinen (zu) leise zu machen. Die sich verwirklichende Gefahr wiegt ungleich schwerer für den Kradfahrer. Das Signalhorn ist nicht in der Lage diese Gefahr auszugleichen - das Ding ist gefühlt viel leiser als mein Motor. Wenn ich also schon nicht durch die Maschine selbst wahrgenommen werde, ist das Signalhorn zu betätigen allenfalls ein netter Scherz. Zumal sich hier bereits eine Gefahrensituation für den Kradfahrer ereignet oder unmittelbar bevorsteht, was zumindest bei mir eher das Bedürfnis auslöst, den Lenker gut im Griff zu haben, was die Betätigung des Signalhorns bereits ausschließt, denn den Daumen im Griff zu lösen bewirkt, dass ich den Lenker schlechter im Griff habe. Die Geräuschkulisse aber schützt ihn deutlich präventiver. Falls der letzte Satz von Dir bei Drittens ein Argument sein soll: echt jetzt?! Ums nochmal klar zu sagen: Es ist kein Bedürfnis, es ist (leider) eine Notwendigkeit geworden. Dein schließlich: Da hast Du völlig Recht - leider wird das immer weniger praktiziert. Da der Kradfahrer im Vergleich zu PkW/LkW bei einer Unaufmerksamkeit dererseits mit im Vergleich deutlich stärkeren Verletzungen zu rechnen hat, ist diesem erhöhten Sicherheitsbedürfnis auch entsprechend Rechnung zu tragen. Der Kradfahrer kann nur auf 2 Arten auf sich aufmerksam machen: quietschbunte Klamotten und Geräuschkulisse. Und die bunten Klamotten bringen ihm auch nichts, wenn der Autofahrer ihn nicht sieht, weil er woanders hinschaut. Da kommt dann allenfalls wieder die - von Dir dankenswerter Weise auch so bezeichnete - Warnfunktion des Gehörs zum Zuge. Ich wurde auch überhört. Warum? Maschine ist offenkundig zu leise. Mehr Lautstärke lässt die Legalität nur nicht zu. Man kann als Kradfahrer noch so vorausschauend fahren - irgendwann kommt der Tag, an dem Dir einer die Vorfahrt nimmt und Du konntest es nicht vorhersehen. Dann kommt die von Dir genannte Warnfunktion des Gehörs zum Tragen: Der PkW hätte einen etwas lauteren Kradfahrer vermutlich früher - aber zumindest wahrscheinlicher - gehört und entsprechend (re)agieren können, damit sich die Gefahrensituation gar nicht erst ereignet. Der Kradfahrer kann, wenn sich die Gefahrensituation erstmal ergibt, nur hoffen, dass sein fahrerisches Können ausreicht, um der Gefahr zu entgehen.
  8. Ber73

    Bin raus

    Ich vermute, dass es dazu keine Statistik geben wird. Meine Erfahrung, die sicher auch subjektiv geprägt ist, sieht so aus: Als ich anfangs - vorbesitzerbedingt und unwissend - noch mit dem Katersatzrohr unterwegs war, war die Maschine deutlich lauter. Da sie offenbar auch nicht auf das andere Abgasverhalten eingestellt war, knallte es im Schiebebetrieb hier und da auch ziemlich ordentlich. Stand ich an einer Ampel, gingen neben mir regelmäßig die Scheiben nach oben. Die Kiste war einfach von weitem zu hören. Seitdem ich legal unterwegs bin, lassen viele die Scheiben unten. Es ist eher das Rasseln der Kupplung, was die Blicke verursacht, gerne begleitet von einem "da ist doch was kaputt". Brenzlige Situationen hab ich nur wenige hinter mir, wobei ich mir absolut sicher bin, dass die schlimmste derer dadurch entstanden ist, dass mich die entsprechende Autofahrerin nicht gehört hat - und eben auch nicht gesehen, weil sie von einem Blinklicht abgelenkt war, dass auf kreuzende Fußgänger hinweist und dadurch eine zusätzliche Ablenkung vom Fahrverkehr darstellt. Sie vergaß dadurch (sie war eine meine Fahrspur kreuzende Linksabbiegerin, die mir ursprünglich entgegen kam) schlicht stehenzubleiben, bevor sie in meiner Fahrspur steht, also ein klassischer Fall von Vorfahrtnahme. Lösen konnte ich die Situation nur, indem ich VOR dem Auto rumfuhr, dahinter wäre zwangsläufig auch ein Unfall entstanden. Der Abstand von meinem Oberschenkel zu dem immer noch leicht rollenden Auto waren ca. 40cm - die Frau bemerkte mich wirklich erst, als sie mich dann zwangsläufig sah, weil ich vor ihrer Motorhaube war. Ich würde durchaus behaupten, dass sie mich mit dem Katersatzrohr gehört - und dann auch gesehen hätte, was eine solche Situation vermutlich vermieden hätte. Bleibt aber natürlich alles Spekulation. Ob diese Situationen nicht entstehen würden, wäre die Maschine lauter, wird selbst in einer Statistik kaum festhaltbar sein. Ich kenne jedenfalls keine Statistik, die sowas erfasst. Selbst die Statistiken zu den Schnellfahrern auf Autobahnen erfassen alle nur, dass ein Fahrzeug eben mit hoher Geschwindigkeit unterwegs war - lassen aber soweit ersichtlich allesamt außen vor, ob dieses Fahrzeug auch den unfallverursachenden Fahrfehler begangen hat. Hier ist das ähnlich - ob ein Unfall oder ein Beinaheunfall anders ausgegangen wäre, wäre die Maschine lauter gewesen, wird immer spekulativ bleiben. Und eine Statistik mit Unfällen an Maschinen, die sagen wir mal nicht 80dB haben sondern 90dB wirds wie gesagt eher nicht geben. Aber wenn ich als Autofahrer unterwegs bin - und ich sitze schon im Cabrio - fällt es mir auch auf, dass ich lautere Maschinen nicht nur regelmäßiger höre, sondern auch früher - und dadurch auch eher auf sie achten kann. Ich kann die widerstreitenden Interessen durchaus verstehen und bin auch nicht dafür, dass wir alle wie Harleys mit Klappensystemen und Lautstärken jenseits des Erträglichen rumfahren können. Es erscheint mir mehr wie ein Wahn, alles immer leiser machen zu wollen ohne Rücksicht auf sich daraus ergebende Gefahren. Und wenn mir jemand sagt, dass er nicht begreifen kann oder will, dass Lautstärke ein im Diskurs zu betrachtendes Sicherheitsfeature ist, bewegt sich für mich da auch kein Diskurs mehr, ich sehe da eher einen .. wie nennt man sowas am besten .. Leisemachfanatismus? Und dieser sollte nach meinem Dafürhalten ein Ende finden.
  9. Ber73

    Bin raus

    Meine Damen und Herren - genau das passiert, wenn man weder den Ursprungspost richtig liest und meinen auch nicht. Da wird man dann gerne schnell über einen Kamm geschoren, über den man gar nicht gehört. @Coffee, der Ursprungspost von o.s. hat 2 Punkte aufgeworfen: Einmal die "illegalen" Auspuffmanipulierer und einmal seinen Rückzug aus dem Diskurs über die Lautstärke. Zu dem ersteren Teil habe ich gar nichts geschrieben. Zu dem zweiten Teil schon. Und da ist (leider) gar nichts an den Haaren herbeigezogen. Denn wir sind uns nicht darüber einig, dass die Maschinen aktuell alle noch gut hörbar sind. Viele Motorräder sind derart leise, dass man sie in einem geschlossenen Auto gar nicht mehr hört, wenn sie hinter einem stehen. Ist das Radio nur ein wenig an - hörst Du sie noch viel schlechter und dann auch fahrend häufig erst sehr spät. Von Deinem "sehr gut hörbar" sind wir in der Praxis leider ziemlich weit entfernt. Einigkeit besteht bei den E-Fahrzeugen, die sind durch ihren Mangel an Lautstärke eine generelle Gefahr, nicht nur für Blinde. (Mal ganz nebenbei schauen mittlerweile derart viele Fußgänger beim Gehen auf ihr Handy, dass es für die anderen Verkehrsteilnehmer fast egal ist, ob sie blind sind oder nicht). Und dass jemand seinen Auspuff manipuliert - dazu habe ich nichts geschrieben und folgerichtig auch nichts gerechtfertigt. Das ist auch gar nicht mein Anliegen. Vermutlich liest Du meine sonstigen Posts nicht, deswegen ist Dir (was ich gut verstehen kann) auch entgangen, dass ich meine S4RS mit Katersatzrohr gekauft habe und als ich bemerkte, dass das Entfernen des Kats und damit auch des Vorschalldämpfers an einer S4RS legal nicht möglich ist, weil offenbar sämtliche am Markt erhältlichen ESD-ABEs den montierten Vorschalldämpfer voraussetzen, wieder auf legal (sprich Katblase) zurückgerüstet habe. Seitdem habe ich hier mehr als eine Diskussion darüber geführt, ob das entfernen der Katblase an einer S4RS legal möglich ist und auch was theoretisch möglich erscheint, wäre in der Praxis mit immensen Kosten verbunden. Bisher habe ich bei niemandem hier eine legale Entfernung der Katblase an einer S4R(S) gesehen. Trotzdem ich also legal fahre, so muss ich (leider) immer wieder feststellen, dass ich von einigen Autofahrern schlicht nicht nur nicht gesehen, sondern auch nicht gehört werde. Und letzteres bedingt dann leider ersteres. Und ICH hatte schon die brenzligen Situationen, die gänzlich durch den Autofahrer verschuldet durchaus für Maschine und mich hätten anders ausgehen können. Ich fahre auch nicht mit Stöpseln im Ohr - mein Helm hat zwar ein Headset intern verbaut, damit mir (hin und wieder bin ich nicht ortskundig genug) Uschi vom Navi die Route vorlesen kann, aber ich habe darüber noch nie Musik gehört beim Fahren. Bei 80 oder 100 nach unten gucken auf nen Handy am Lenker ist nicht so meins und auch nicht in der Stadt im halbwegs dichten Verkehr. Hahn im Tunnel aufreißen brauch ich ebenfalls nicht, ebenso muss da auch nichts knallen. Eine gewisse Lautstärke ist schlicht ein nicht wegzudiskutierendes Sicherheitsmerkmal für jeden von uns. Allein gegenüber gehörlosen Verkehrsteilnemern nicht, davon gibt es aber auch nur ca. 80.000 in Deutschland. Wenn Du meinen Post also wieder einmal bewerten möchtest - lies ihn doch einfach mit der gebotenen Aufmerksamkeit. Dann scherst Du mich vielleicht auch nicht mehr über den Kamm der Verfechter von illegalen Auspuffmanipulationen. ICH sage nur: Der Trend, die Maschinen immer leiser zu machen ist nicht gut, denn die Autofahrer hören uns dadurch immer schlechter. Zeitgleich werden die Autos immer besser gedämpft, aber besten noch mit 2 Scheiben in der Tür statt nur einer, damit man noch weniger von draußen mitbekommt. Und dann natürlich dicke Soundsysteme im Auto - ganz klar. Da ist (im Gegensatz zu Fahrgeräuschen, die durch den "Rest" des PkW verursacht werden) auch nichts limitiert an Dezibel, wen kümmerts auch, ob die PkW-Fahrer die Zweiradfahrer noch hören - bis der nächste Kradfahrer überrollt wird, weil ihm mal wieder ein PkW die Vorfahrt genommen hat, was nicht passiert wäre, wenn der PkW-Fahrer das Motorrad doch nur gehört hätte. Im Übrigen bleibe ich dabei: Wer nicht mitdiskutiert, kann auch niemandens Sichtweise erweitern. Wenn ihn die Leute stören, die nach Kosten fragen o.ä., was ist so schwer daran, diese Leute einfach zu ignorieren? Wenn ihnen keiner mehr antwortet, gehen die von ganz alleine wieder.
  10. Ber73

    Bin raus

    Vielleicht fehlt es Dir bisher nur an genug brenzligen Situationen, die nicht entstanden wären, wenn Dich der entsprechende Autofahrer zumindest gehört hätte um nachvollziehen zu können, warum eine Diskussion darüber, dass ein Motorrad eine gewisse Lautstärke haben sollte, ganz dringend geboten ist. Die Blindenvereine haben das auch erkannt und ziemlich schnell duchgesetzt, dass E-Fahrzeuge eine Mindestlautstärke haben müssen. Man kann nur zu unser aller Wohl hoffen, dass der Trend, die Maschinen immer leiser zu machen, nicht fortgesetzt wird. Vielleicht magst Du ja, wenn Du auch zu dieser Überzeugung gekommen bist - und ich wünsche Dir, dass dafür keine entsprechend brenzlige Situation notwendig ist - wieder an der Diskussion beteiligen, wo und warum die richtige Geräuschgrenze für Motorradfahrer liegen könnte. Wer nicht mit am Tisch sitzt, der kann seine Meinung auch nicht fundiert kund tun. Bis dahin - allzeit unfallfreie Fahrt und mögest Du stets zumindest gehört werden. 👋
  11. Tun wir nicht, ich hatte Dich schon verstanden. Ich wollte Dir sagen, dass durch Feld 14.1 de facto die Katblase montiert sein muss, weil Du ohne sie eben nicht Abgas- UND dB-Werte schaffst. Inhaltlich stimme ich Dir ansonsten völlig zu. Ich kenne keine Austauschanlage, die eine ABE für die komplette Anlage hat. Soweit ersichtlich beziehen sich bei sämtlichen am Markt erhältlichen Anlagen die Papiere immer nur auf die ESD, nie auf die komplette Anlage. Egal bei wem ich 2018 wegen einer Anlage inkl. ABE für die gesamte Anlage angefragt habe: Alle haben gesagt, dass sie sowas nicht liefern können - über Fresco, SIL, Mass Moto usw usw. Der Hintergrund ist eben der, dass mutmaßlich keine dieser Anlagen sowohl die Abgas-, als auch dB-Werte ohne den Vorschalldämpfer einhält. Mit Einschubkats könnten daher Deine Werte bezüglich der Abgase noch stimmen, aber wenn Deine Maschine ohne die Katblase auch eine Fahrgeräuschmessung überstehen würde, wäre ich zugegeben sehr überrascht. Aber das Fahrgeräusch testet wohl weder eine Deiner Werkstätten noch eine der Prüfstellen. Aber falls Du ohne die Katblase nachweislich Abgaswerte und dB-Grenze bei einer Fahrgeräuschmessung irgendwie einhälst, bin ich der erste, der die Katblase wieder demontiert.
  12. Nicht Feld 14, sondern 14.1, das ist das Feld zwei (genutzte) Zeilen tiefer, da das mittige von den dreien. Da sollte bei Dir meine ich auch 0212 stehen. Und das bedeutet für Dich zwingend Euro 3 - und damit letztlich auch einen Kat. Das Datum der Homologation sagt wie ich ja bereits sagte nichts darüber aus, ob das noch eine Maschine Euro 2 oder Euro 3 ist. Das von Dir genannte Datum bezieht sich ohnehin auf die komplette Reihe, das gleiche Datum steht bei mir und jedem anderen S4RS-Treiber auch drin. Der Vorbesitzer hat wie gesagt vergeblich viel Mühe darin investiert, die sich aus Feld 14.1 letztlich ergebende Katalysatorpflicht loszuwerden - aber bisher hab ich bei niemandem eine legale Möglichkeit gesehen die Katblase zu entfernen.
  13. Mit Verlaub - das steht da seit eh und je gerade nicht. In der Vergangenheit hatten die Ordnungsbehörden oft Schwierigkeiten mit dem § 19 StVZO a.F., weswegen er auch "neu" gefasst wurde, was allerdings auch nicht gerade gestern war. In 19 II StVZO steht auszugsweise: (2) Die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs bleibt, wenn sie nicht ausdrücklich entzogen wird, bis zu seiner endgültigen Außerbetriebsetzung wirksam. Sie erlischt, wenn Änderungen vorgenommen werden, durch die 1. die in der Betriebserlaubnis genehmigte Fahrzeugart geändert wird, 2. eine Gefährdung von Verkehrsteilnehmern zu erwarten ist oder 3. das Abgas- oder Geräuschverhalten verschlechtert wird. [..] Den wesentlichen Teil habe ich hervorgehoben. Damit nicht immer wieder die OVGs bemüht werden müssen, wurde seiner Zeit eingefügt, dass eine rein theoretische Möglichkeit der Verkehrsgefährdung eben nicht ausreichend ist um das Erlöschen der BE zu bewirken, sondern nach einem gewöhnlichen Geschehensablauf die Gefährdung auch zu erwarten sein muss. Nun müsste man sich mal darüber unterhalten, wodurch diese Gefährdung bei einem normalen Geschehensablauf eintreten soll, wenn man statt eines 175er Reifens z.B. einen 180er montiert, weil der 175er nicht mehr erhältlich ist (oder was auch immer für Gründe vorliegen mögen). Wir reden hier über keine Extrembeispiele, dass jemand ne Reifenbreite, die einem Mähdrescher gut zu Gesicht stünde, auf seine Vespa aufziehen will - sondern über Differenzen von eine Reifengröße mehr oder weniger als ich ohnehin fahren darf. Und da eine Gefahr anzunehmen, geht wohl an der Lebensrealität etwas vorbei - und auch am Willen des Gesetzgebers. Hast Du ja selbst geschrieben. Dennoch sagst Du, dass Du die neue Regelung gut findest, obwohl Du selbst schreibst, dass 1cm keine Gefahr darstellt. Deutlicher: Bei korrekter Normenanwendung würde ein Ordnungshüter hier gar keine Gefährdung annehmen und demzufolge auch kein Erlöschen der BE. Btw. bedeutet, "dass alles passt" noch lange nicht, dass eine TÜVer auch einträgt. Mir wollte ein TÜVer sogar schon den seitlichen Lenkungsdämpfer von Öhlins am liebsten abschrauben lassen, weil der "pikt ja nach vorne raus wie ne Lanze" - dabei gibts zu dem Ding sogar ein Teilegutachten vom Hersteller. Ein anderer TÜVer hingegen sagt sich "wie zu der Brembo gibts keine ABE? Wozu auch? Steht doch Brembo drauf, von denen ist eh jede Bremse gut" und trägt Dir das ein ohne auch nur einmal zu gucken, ob die Bremse überhaupt zieht. Alles schon erlebt.
  14. Dass die am 28.12.2005 stattfand bedeutet eben nicht, dass sie zwingend noch nach Euro 2 stattfand. Darüber gibt Dir dann das Feld 14.1. Auskunft, da steht bei Dir 0212 meine ich, meine Zulassung ist gerade bei Ducati, deswegen kann ichs nicht nachsehen. Und das bedeutet, dass die Katblase nicht weg kann - bzw. die Kats nicht. Du könntest mit Einschubkatalysatoren versuchen die Werte in den Griff zu bekommen, wirst dann aber immer noch an der Geräuschhürde scheitern, denn die Katblase ist auch Vorschalldämpfer. Bisher habe ich bei niemandem eine legale Version davon gesehen, dass er bei einer S4RS die Katblase losgeworden ist. Der Vorbesitzer meiner Maschine hat lange vergeblich versucht, den Kat austragen zu lassen - keine Chance.
  15. Obs TÜV gab, ist erstmal völlig irrelvant. Entscheidend ist die Schlüsselnummer (Feld 14.1.) - die entscheidet letztlich, ob Deine Maschine auch ohne KAT legal bewegt werden darf - und der eingetragene dB-Wert für das Standgeräusch. Wenn meine Kurzrecherche korrekt ist, ist die S2R nach Euro 3 zugelassen, das bedeutet max. 80dB sog. Fahrgeräusch (Feld U3). Beim Standgeräusch gibts zwar keine gesetzliche Grenze, aber viel mehr als 95dB bei halber Nenndrehzahl (Feld U2) sollte laut Deiner Zulassungsbescheinigung auch nicht drin sein (Feld U1). Wenn Deine Maschine also eine Kat-Blase hat(te) im Original, gibts regelmäßig keine legale Möglichkeit diese zu entfernen. Selbst wenn Du die Abgaswerte erfüllst, scheitert es eigentlich immer an den Geräuschwerten.
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