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180 vs 170er Hinterrad, oder welche Vor-/Nachteile hat der breitere gegenüber dem schmaleren Reifen?


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Hallo zusammen,

eigentlich wollte ich hier eine ganz andere Frage stellen, bin aber an dieser Diskussion hängen geblieben, und dann kam mir eine Bemerkung eines guten Freundes in den Sinn, dass er auf meiner Monster (900i.e. Modell 2002, also M4) keinen 180er Hinterreifen fahren wuerde, sondern immer einen 170er.
Jetzt war mein Monster letzte Woche in der Werkstatt zum Service und ich sprach das Thema ebenfalls an. Und auch dort gab es keine wirklichen Vorteile nennen ausser "halt breiter Schlappen" .
Wie ist das? Wie sehr Ihr das? Optik - das ist klar. Aber wie beurteilt sich das vom Fahren her? Hat jemand konkret die "Er-Fahrung" gemacht, vielleicht sogar mit dem gleichen Reifentyp? Was wären also Vor- und Nachteile von 170/60ZR17 vs 180/55ZR17 ? 

Leider hat meine Frage nach der kleinen Fahrwerkskunde aus der FAQ nichts konkretes ergeben: Scheint wohl keiner mehr zu haben. Aber wenn jemand aehnliche Zusammenfassungen kennt und empfehlen kann, gerne her damit.

 

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eigenlich hängt die Refenbreite von der Felgenbreite ab. Ich fahre eine 1100 Monster mit 5,5 Zoll Felgen am Hinterrad. Da Passt exakt 180 iger Reifen und ist auch ideal. Grundlegend hat man je breiter der Reifen um so mehr Auflagefläche in den Kurven. Allerdings immer von der Felgenbreite abhängig. Deswegen kann man ob ein Reifen zu breit oder zu schmal ist nur von den Felgen beurteilen. 

Ideal ist wenn die Reifenkante im rechten Winkel oder nur leicht nach aussen von der Felge gemessen passt. Ein zu breiter Reifen gibt einen sogenannten Schlappereffekt und führt in der Regel zu einem schlechteren Fahrverhalten. Genau so verhält es sich umgekeht, da gibt es den Effekt wie eine umgekehrte Pyramide.

5 Zoll Felgen 160-170iger, 5,5 Zoll 180iger, 6 Zoll 190, 6,5 Zoll 200 Reifenbreite. Allerdings hat die Höhe des Reifen, (Prozentanzahl zur Reifenbreite) noch einen Einfluss auf die verwendbare Reifenbreite.

lg Harry

Edited by smartharry
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Je breiter der Reifen ist, desto stärker muss die Schräglage sein, wenn du bei gleicher Geschwindigkeit eine Kurve fährst. Das liegt am Unterschied zwischen Innenradius und Außenradius der Aufstandsfläche: Je breiter der Reifen, desto weiter liegen diese Radien voneiander entfernt. Mit einem schmaleren Reifen hast du daher zwar eine geringere Reifenaufstandsfläche, aber da du, um gleich schnell zu sein, weniger Schräglage benötigst, fühlt sich das Motorrad viel handlicher an. 

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Hallo zusammen, ich hab eine S4 und original 180er drauf . Nun war der 190er günstiger und da hab ich ihn montieren lassen, ist auch im Fahrzeugschein eingetragen.

Was soll ich sagen vorher mit dem Michelin Power 2ct u. jetzt der Road 6GT und das Ding ist noch handlicher.

Gruß Andi 

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vor 13 Minuten schrieb Fufu2:

Was soll ich sagen vorher mit dem Michelin Power 2ct u. jetzt der Road 6GT und das Ding ist noch handlicher.

 

Und da ist schon die Verwirrung durch diese Aussage. 2 komplett verschiedene Reifen aus komplett verschiedenen Generationen. Da ist einfach keine Vergleichbarkeit. 

Bei der 900er mit Serienfelge bringt einem der 180er keine Vorteile. Außer mehr kosten. Alleine die Toleranzen der verschiedenen Hersteller macht in der Messbaren Breite genauso viel aus. 

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Falsch, ich hatte den Power 2ct als 180er und als 190er und da verhielt es sich wie mit dem Road. Identisches Kurvengefühl, der 190er ist agiler.

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Ah jetzt verstehen. Was bei dir evtl war, das der 190er sich auf der gleichen Felge einfach noch runder zieht. Es kommt ja auch auf die Felge an ob es eine 5,5er oder 6 Zoll Felge ist. Hast du eine 6 Zoll drin zieht es den 180er mehr in die Breite und wird flacher in der Kontur und es passt besser zum 190er. Hast du eine 5,5 Zoll wird der 190er einfach mehr "zusammengequetscht"  und die Kontur der Lauffläche wird in eine rundere Form gezwungen. 

Bei meiner Speed Triple habe ich den Serienmäßigen 190/50-17 auf 6 Zoll Felge durch einen 190/55-17 ersetzt. Viel rundere Lauffläche und ein komplett anderes Motorrad zum fahren. 

Aber bei der Serien 900er wird man mit dem 180er eben keinen Vorteil "erfahren". 

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 Erstmal dank Euch fuer die bisherigen Beiträge. 

Am 3.5.2026 um 07:01 schrieb Snaporaz:

Je breiter der Reifen ist, desto stärker muss die Schräglage sein, wenn du bei gleicher Geschwindigkeit eine Kurve fährst. Das liegt am Unterschied zwischen Innenradius und Außenradius der Aufstandsfläche: Je breiter der Reifen, desto weiter liegen diese Radien voneiander entfernt. Mit einem schmaleren Reifen hast du daher zwar eine geringere Reifenaufstandsfläche, aber da du, um gleich schnell zu sein, weniger Schräglage benötigst, fühlt sich das Motorrad viel handlicher an. 

Ziemlich genau so, aber ohne Erklärung Aussen-/Innenradius, hatte sich der gute Freund geäussert. 
Warum mit breiterem Reifen aber die Aufstandsfläche grösser wird? Hab ich, ehrlich gesagt, noch nicht so ganz verstanden. Ist das wirklich so "generell" ? Würde das denn bedeuten, dass der breitere Reifen mehr "Sicherheit" oder -reserven bietet?

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Das Gewicht (die Kraft) auf dem Untergrund bleibt ja gleich, daher hast du eine grössere Fläche, aber weniger Druck auf diese. Daher haben Rennwagen breite, weiche Reifen. 

Edited by Thomas Rossi
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Am 2.5.2026 um 23:24 schrieb smartharry:

eigenlich hängt die Refenbreite von der Felgenbreite ab. Ich fahre eine 1100 Monster mit 5,5 Zoll Felgen am Hinterrad. Da Passt exakt 180 iger Reifen und ist auch ideal. Grundlegend hat man je breiter der Reifen um so mehr Auflagefläche in den Kurven. Allerdings immer von der Felgenbreite abhängig. Deswegen kann man ob ein Reifen zu breit oder zu schmal ist nur von den Felgen beurteilen. 

Ideal ist wenn die Reifenkante im rechten Winkel oder nur leicht nach aussen von der Felge gemessen passt. Ein zu breiter Reifen gibt einen sogenannten Schlappereffekt und führt in der Regel zu einem schlechteren Fahrverhalten. Genau so verhält es sich umgekeht, da gibt es den Effekt wie eine umgekehrte Pyramide.

5 Zoll Felgen 160-170iger, 5,5 Zoll 180iger, 6 Zoll 190, 6,5 Zoll 200 Reifenbreite. Allerdings hat die Höhe des Reifen, (Prozentanzahl zur Reifenbreite) noch einen Einfluss auf die verwendbare Reifenbreite.

lg Harry

Zusammenhang Reifen- zu Felgenbreite grundsätzlich einleuchtend. Den Absatz in der Mitte habe ich aber noch nicht verstanden. Reifenkante? Und rechter Winkel wozu? Schlappereffekt? 

Also meine 2002er 900ie hat die hintere Felge 5.50x17. Das haben m.W. alle 900ie (also auch die 2000-2001 mit der Buegel-Schwinge) serienmaessig so gehabt, ich mag mich aber irren, da gab es ja etliche Varianten?! Bei mir ist 180/55ZR17 im Feld 15.2 eingetragen. 170/60ZR17 ist in den Ergänzungen (Feld 22) aber ebenfalls erlaubt (das wiederum mit zwei verschiedenen Querschnittverhältnissen der vorderen Reifen... soll hier erstmal egal sein). 

 

@ Fufu2 und Valefortysix
Klar, fuer einen Vergleich muss man schon gleiche Reifen betrachten. Sonst gehen in die Beurteilung zuviele Einfluesse ein. Andreas - welche Felgenbreite hat denn Deine S4? 

@Thomas Rossi  Ja, fuer das Auto (😉 Zweispurfahrzeug) fällt mir die Vorstellung wesentlich einfacher. Aber beim Motorrad? Da steht man ja immer nur ... naja punktförmig ist nicht richtig...  mit einer kleinen Fläche der Reifenbreite sprich Lauffläche auf. 

 

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Die Fläche die auf der Strasse aufliegt ist definitiv grösser bei breiten Reifen, auch beim Motorrad. Müsste mal ne Zeichnung suchen ..

 

ab04e7c7-06d7-4eae-9857-d707e0231329.png

Edited by Thomas Rossi
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Das macht alles Sinn.

Ich war immer der Meinung daß der schmälere Reifen sich handlicher fahren müsste. Und auch die Sache mit den Kosten.

Die praktische Erfahrung mit einer 900SS von 1992 (5,5Zoll) war so daß es mit dem 180er mehr Aufstellmomente gibt, speziell beim Bremsen und auf Kanten. (als ich das Mopped gekauft hab war ein 180er drauf, den hab ich durch nen 170er ersetzt)

Dann stand ich Jahre später beim Reifenhändler und der 180er war billiger als der 170er und direkt verfügbar vs Lieferzeit. Also mal wieder probiert.

Mit der damaligen Generation der Bridgestones gab es da im Fahrverhalten keine Unterschiede mehr. Offenbar war die Kontur angepasst und mich hats nicht mehr gestört.

Das muß so um 2000 rum gewesen sein.

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Also der Furz mehr Auflagefläche auf der Gerade ist wohl bei einer 900er sowas von total Egal wie es nur geht. Wir reden wir von mehr als nur wenig. Hier macht ja der Unterschied der beiden Reifengrößen bei gleicher Felgenbreite schon fast mehr aus. 

Und wenn es einem um Aufstandsfläche und damit evtl mehr km geht dann nimmt man eher einen Tourensport Reifen als einen Sportler. ZB ein Bridgestone T32 T33 hat eine andere Kontur als ein S22 S23. 

Aber generell geht ein 180/55 auf einer 5,5 Zoll in Ordnung. 

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Ich hab's tatsächlich in der Ausgangsfrage nicht klar geschrieben: es geht mir primär um Handlichkeit und Fahrverhalten. Kosten/Laufleistung erstmal aussen vor (wenn ich mir die Duc nicht leisten kann, muss sie halt stehen bleiben, schlimmstenfalls...).

Ok, groessere Kontaktfläche beim breiteren Format, damit grössere Differenz Aussen-/Innenradius bei der Kurvenfahrt, darum mehr Schräglage erforderlich, und das empfindet man als unhandlicher. 

In der Bedienungsanleitung zu meiner steht tatsächlich nur der 170/60ZR17 als Hinterrad drin, in der ZB1 ... siehe oben. 

Ich hatte ja gefragt nach direktem Vergleich, dazu haben wir jetzt oben zwei Stimmen, und vielen Dank dafür. 

Klar ist, dass ich im Laufe des Jahres ein neues Vorderrad benötige. Dann fliegt aber auch das Hinterrad (noch vom Vorbesitzer) mit runter, weil ich mit dem Michelin Pilot Power nicht nur zufrieden bin: (stabil? ja; Regen? ja, beruhigend; handlich? eher nicht). Und dann ist der "zeitgemässe" Reifen wahrscheinlich stärker in der Wahrnehmung  als die Formatfrage. Zuviele Uhren sollte man ja auch nicht gleichzeitig drehen 🙄. Also ich bleibe wohl erstmal beim 180/55. Andererseits... im Keller steht ja noch eine weitere 5,5" Felge... ich könnte es auch einfach mal selbst erfahren? 🤨

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Zur Handlichkeit trägt natürlich auch die Fahrwerksgeometrie erheblich bei, und die ist meiner Erfahrung nach bei den älteren Ducatis eher auf Stabilität und weniger auf Handlichkeit hin ausgelegt - um nicht zu sagen: bocksteif. Da helfen die Reifendimensionen weniger.

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