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Tips für Marokko


joesy1966

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  • 2 weeks later...
  • 3 weeks later...
vor 2 Stunden schrieb coffee:

Sorry, war in Namibia und hatte dort wenig Internet. Jetzt wieder zuhause habe ich DeinenBeitrag gelesen. Was hast Du denn konkret vor?

 

lg coffee

Hallo coffee,

mein Plan ist nach Marrakesch zu fliegen, dort eine Enduro zu mieten, dann an der Küste entlang zu fahren, Land und Leute kennen lernen, etc...

Habe dafür 14 Tage eingeplant.

Freue mich über jegliche Tips.

Viele Grüße

 

 

 

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Hallo, in der kürze:

 

Straßen sind perfekt, enduro macht nur Sinn wenn du in die Wüste willst.

an der atlantikküste isses eher öde, voll und industriell geprägt. Im Norden ist eine Runde durch das Rif auf der N2 geil, auf der cool zu fahrenden (wenn man keine enduro hat) N16 zurück. N2 im Rif ist gefährlich. Nicht abseits der Straße pausieren, höllisch beim tanken aufpassen, mit niemand einlassen der dich anspricht , absolut nie jemand glauben er kenne ein Hotel, niemals niemals niemals jemand auch nur 5 Meter folgen etc. Aber die Strecke is mega cool. 
mit enduro auf jeden Fall die wüstenpisten im Süden mitnehmen, das fetzt wirklich. Bis auf Ausnahmen geht das aber auch mit reisehobeln die etwas grobstolliger unterwegs sind (hatte eine 650er bmw).  Der Spaßfaktor ist halt kleiner und im fech fech gleich null. Geht aber.

zu Land : mega !
zu Leute: richtig kacke (shitstorm in eins,zwei,….). Du wirst ununterbrochen angesabbelt um dich irgendwo hin zu bugsieren oder irgendwas unnötiges anzudrehen. Und ja, alle sollen leben, schon klar. Die Marokkaner sind da aber eine Liga für sich.  Du wirst (wenn überhaupt) seltenst jemand treffen der sich einfach nur mit dir unterhalten will.

was hilft ist in breitestem Dialekt reden und als Herkunftsland entsprechend Pfalz, Baden Württemberg oder sowas angeben. Das kennen sie nicht und verlieren irgendwann die Lust. Niemals niemals niemals sagen du kommst aus Deutschland. Wer die Frage stellt will dich abzocken und nach der Antwort „Deutschland“ wirst du die Person nicht mehr los.

wer dir „hilft“ will dafür im Nachhinein bezahlt werden und wird es einfordern. Dessen im Klaren sein ! Also am besten sofort (!) einen Preis aushandeln. Generell immer immer immer Preise im Voraus klären, egal für was. Auch wenn man versucht dich zu beschwichtigen und die versuchen mit der Dienstleistung anzufangen (schonmal Fahrzeug waschen, einfach das Essen bringen etc).

 

Alle Zimmer vorm bezahlen prüfen!! Bettwanzen unter der Matratze checken.
 

Das Land ist interessant, Unterkünfte sind kein Problem und abgesehen vom Rif und den umstrittenen Gebieten im Südwesten sehr sicher.

bei Bedarf kann ich dir schöne offroad Route nennen, das meiste ist recherchierbar da Marokko eins der hauptreisegebiete ist wenn man mim Mopped mal in die Wüste will.

Edited by joff
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vor 53 Minuten schrieb joff:

Hallo, in der kürze:

 

Straßen sind perfekt, enduro macht nur Sinn wenn du in die Wüste willst.

 

Bei dem Satz bin ich schon fast ins lachen gekommen 🙂 Also ich habe Asphaltstraßen erlebt die plötzlich aufhörten und in groben Schotter übergingen (ohne das ich abgebogen bin) oder um die Kurve rumplötzlich Schlaglöcher in Kratertiefe waren :) Klar kann man auch mit einem Strassenmoped fahren, man sieht da ja auch selbst in den abgelegnsten Ecken die Einheimischen mit China Rollern rum hoppeln. Wie sinnvoll das für uns als Tour ist, ist die Frage. 

Alleine Offroad oder in die Wüste würde ich abraten. Alles was Wüste Grenznah ist ein NO GO. Dort finden viele Verschleppungen statt. Ja und ie Marokkaner sind teilweise sehr speziell. Je touristischer die Gegend wird, desto mehr ist man dann ggf Nepp & co ausgesetzt. 

Ich habe aber auch ein Freundliches Land erfahren, tolle Menschen, grandiose Strecken. Ich habe die Tour aber ja nicht ohne Grund organisiert in Anspruch genommen :)

Viel Spaß Dir in Marokko.

 

lg coffee

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Hallo,

 

also vor Verschleppungen muss man sich keine Sorgen machen . Der überhaupt interessante Teil von Taouz bis maximal Tata ist extremst sicher, unter massiver militärischer Überwachung und Kontrolle. Da ist es eher wichtig immer seinen Pass dabei zu haben um an den Checkpoints keine Diskussionen zu bekommen. Fahren, unterwegs wild zelten, alles safe und problemlos möglich.

Je weiter südlich von Assa wird das problematischer. Hier sind im militärischen Sperrgebiete im Gegensatz zu den touristisch interessanten Zonen Touristen nicht gern gesehen. Die Westsahara würde ich nur sehr erfahrenen travellern empfehlen. Das ist schon klasse und es gibt keinen Nepp, aber da hat Kollege coffee nicht unrecht. Da ist Vorsicht geboten. 
 

islamisten sind in Marokko nicht gern gesehen, weder bei Staatsbediensteten, Bürgern und mal überhaupt nicht bei den in grenznähe wohnenden Berbern.  Vor ein paar Jahren sprengten aus Algerien eingesickerte Islamisten Strommasten in die Luft. Diese versorgten teilweise die vom König nicht ohne Grund dort angesiedelten Berber. Und dann kümmern die sich. Als Touri bist du da sicher, man wird halt nur mit kaufgesuchen genervt.

 

zu den Straßen, ja, da wird sicher mal eine im Schotter enden. Aber was da gerade die letzten Jahre passierte ist extrem. Bei jedem Besuch lande ich auf Asphalt wo früher geile schotterpisten waren. Um einem Schlagloch auszuweichen braucht man auch keine enduro und die ist genau so im arsch wenn du da blind reinballerst. Mit dem was man da unten mieten kann, reiseenduros, hat man da auch kein Problem mit. Um eine Schotterstraße zu fahren braucht man echt keine vollenduro. Und auch schlechte aber grandiose Pässe wie der Tizzi sind doch völlig problemlos mit jeder Strassenmaschine und viel Spaß zu fahren.

alleine offroad, also wirklich über die wüstentrecks im Süden würde ich auch wie coffee von abraten. Außer du weißt was du machst und kannst das auch, musst du wissen. Mir hatte es gefallen. Aber wenn es dich da reißt kann es ganz schön lange dauern bis dich jemand findet. 

 

also generell kann man mittlerweile alle interessante Orte auf Asphalt erreichen. Da gibt’s schon Harley-Touren (wo sind die terroristen wenn man sie braucht?).

 

 

 

Edited by joff
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Am 11.1.2024 um 09:52 schrieb joesy1966:

Cool, vielen Dank an Euch beiden, coffee und joff!

Jetzt kann ich mit den Infos mir ein Bild von einer geplanten Tour machen.

Viele Grüße

 

Dann mal viel Spaß und kannst ja dann auch mal berichten :)

 

coffee

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  • 2 months later...

Hallo,

Reise nach Marokko ist gebucht. Am 11.05. geht es nach Marrakesch.

Habe dort bis zum 25.05. eine Yamaha 660 Tenere gebucht.

Bin schon gespannt auf die Rundreise.

Ich werde berichten.

Viele Grüße

 

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Am 1.4.2024 um 19:29 schrieb joesy1966:

Habe dort bis zum 25.05. eine Yamaha 660 Tenere gebucht.

 

 

Perfekte Maschine für so eine Tour.  Haste dir die Route schon überlegt?  Und ich merke wie alt ich geworden bin , wenn jemand 2016er Mopeds als alt ansieht ;)     
 

Edited by joff
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vor 14 Stunden schrieb joff:

Perfekte Maschine für so eine Tour.  Haste dir die Route schon überlegt?  Und ich merke wie alt ich geworden bin , wenn jemand 2016er Mopeds als alt ansieht ;)     
 

Steinalt sogar....Meine Monster wird bald 20.

oui, von Marrakesch nach Essaouira, weiter nach Sidi Rbat, Tafraoute, Tissint, Zagora, Boumalne Dades und dann vermutlich mit schmerzendem Sitzfleisch zurück nach Marrakesch😄

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Wenn du ein wenig Pistenluft ohne großen Stress schnuppern willst, nimm die Strecke südlich von Zagora nach Sidi Ali.  Das Gelände ist kein Problem für selbst mittelmäßige Mopedfahrer.
Ab und an mal etwas sandig (Wüste :) ), nur am Schluss kommen so 1-2 Kilometer da ist schon recht tiefer Sand. Mit der 660 locker fahrbar. Nur ein paar wenige steinige Passagen die aber auch nur kurz und nicht schlimm sind.
Dafür einsames (für marokanische Verhältnise) Wüstenpanorama und als Highlight kann man gegen Ende mit Knallgas über eine spiegelglatte Lehmebene bretzeln, das fetzt!
Bitte im Stehen, da gibt es 2 Löcher (auf der riesigen Fläche) von denen ich nicht herausfand wofür.
Und Pass mitnehmen, wie alles im Süden ist das offiziel Sperrgebiet und die (freundlichen und entspannten) Soldaten wollen an den 1-2 Checkpoints deinen Pass sehen (als Foto im handy ging auch).
Piste ist in der Regel wie auf dem Foddo, also gut fahrbar mit sandigen Passagen die halt mal 10-30 Meter lang sind, durch mit Schwung!

DSC02063.JPG

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Am 5.4.2024 um 17:59 schrieb joff:

Wenn du ein wenig Pistenluft ohne großen Stress schnuppern willst, nimm die Strecke südlich von Zagora nach Sidi Ali.  Das Gelände ist kein Problem für selbst mittelmäßige Mopedfahrer.
Ab und an mal etwas sandig (Wüste :) ), nur am Schluss kommen so 1-2 Kilometer da ist schon recht tiefer Sand. Mit der 660 locker fahrbar. Nur ein paar wenige steinige Passagen die aber auch nur kurz und nicht schlimm sind.
Dafür einsames (für marokanische Verhältnise) Wüstenpanorama und als Highlight kann man gegen Ende mit Knallgas über eine spiegelglatte Lehmebene bretzeln, das fetzt!
Bitte im Stehen, da gibt es 2 Löcher (auf der riesigen Fläche) von denen ich nicht herausfand wofür.
Und Pass mitnehmen, wie alles im Süden ist das offiziel Sperrgebiet und die (freundlichen und entspannten) Soldaten wollen an den 1-2 Checkpoints deinen Pass sehen (als Foto im handy ging auch).
Piste ist in der Regel wie auf dem Foddo, also gut fahrbar mit sandigen Passagen die halt mal 10-30 Meter lang sind, durch mit Schwung!

DSC02063.JPG

Danke für die Tips!!! Noch so lange warten bis es los geht im Mai.

Cooles Bild, da werde ich noch ungeduldiger!!!

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  • 1 month later...

Wow, das ist schon ein Erlebnis hier. Bin von Marrakesch über Essaouira nach Agadir, und gerade in Tafraoute gelandet.

Google hat mich aber auch über Schotterpisten und Sandstrassen geführt. Da hatte ich zu kämpfen. Aber die Tenere ist ein braves Gefährt, verzeiht auch gelegentliche Rutscher.

Hier in Tafraoute ist man ziemlich ab vom Tourismus, die Menschen, die Straßen, die Läden, etc. sehr interessant.

Fortsetzung folgt 20240516_155551.thumb.jpg.93ed817cc93dc80541e6cb72c1e7f51f.jpg

20240516_125844.jpg

IMG_20240516_104027_865.jpg

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Die Dades Schlucht :4:

Fotos sind besser wie die Serpentinen zu fahren sind. 

Ausblick oben, ist genial

Richtung Marrakesch dann folgten Viel längere Pässe und tolle Strecken.

Die Tenere hat es gut mit mir gemeint.

Ein dankbares Gefährt. Nur die Vorderradgabel ist noch schlimmer als die meiner Monster.

In allem ein perfektes Erlebnis, tolle Menschen hier, viele Eindrücke, verschiedene Gerüche auf den Märkten, tolle Städte und Ansiedlungen, bewundernswert wie einfach Menschen leben können

aber auch no goes wie Sauberkeit, Lärm, Hektik, Straßenbau sehr seltsam, viele Polizeikontrollen dafür wilde Roller-Raserei durch die engsten Souks in Marrakesch.

IMG-20240520-WA0012.jpeg

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