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Dirkdiggler

Komme grad vom Fahrwerkspezialisten...

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vor 1 Minute schrieb ghato:

Bei mir wurde das Motorrad erst vorne hochgehoben (2 Mann), gemessen, dann hinten hochgehoben (2 Mann) und gemessen.

Das würde passen so; wichtig ist, dass die Federelemente vorher gearbeitet haben und alles warm ist. Die Unterschiede sind recht gross, wenn das Bike vorher z.B. bei 15° in der Garage gestanden ist. Zweimal wippen reicht aus meiner Erfahrung nicht aus.

Harry: Was hat man bei dir an statischen Federwegen ermittelt? Wäre sehr interessant im Vergleich.

Dino: 105 kg voll bewaffnet sind jetzt auch nicht soooo extrem. Ducati geht von ca. 80 kg aus, sagt aber nicht, ob ausgerüstet oder nicht. Da schwirren verschiedene Daten herum. Die Differenz zu einem weniger muskulösen (:-)) Ducati-Norm-Fahrer beträgt also im schlimmsten Fall 25 kg, im besten Fall 10 bis 15 kg. Da können die Abweichungen zur Grundeinstellung aus meiner Sicht nicht so extrem sein, dass die Federvorspannung so stark erhöht werden muss. Irgendetwas passt hier einfach nicht.

 

 

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vor 2 Stunden schrieb rocroc:

Dino
Wie hast du die Werte für den statischen Federweg ermittelt? Zentralständer?

Ich habe die Maschine über den Seitenständer und das Vorderrad gekippt, sodass das Hinterrad frei schwebt. Dann wurde gemessen. Dann habe ich die Maschine ohne Fahrer ein paar mal im Stand hinten runtergedrückt, dann wieder gemessen (von Mitte Achse bis zum grünen Teil der Fahne neben dem 1200s). Diese Differenz ergibt 0 mm.

Edited by Dirkdiggler

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vor 1 Stunde schrieb rocroc:

Ducati geht von ca. 80 kg aus, sagt aber nicht, ob ausgerüstet oder nicht.

Spielt das denn wirklich so eine große Rolle wie immer behauptet wird? Was kommt denn da zusammen? 1,5Kg Helm, 4Kg Leder?

Muss ich mein Fahrwerk auch umstellen wenn ich volltanke oder Burger, Pommes,Cola in mich reinschaufel?

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Dino

Falls du die Maschine nicht unmittelbar davor gut warmgefahren hast, würde ich die Messung wiederholen, möglichst mit einer anderen Art der Hinterradentlastung, z.B. mit einem Wagenheber oder eben mit zwei Personen als "Heber" und einer, die misst. 

Wenn die 0 mm zutreffen, ist wie von Chris und Harry schon vermerkt, die Federrate zu gering, wenn der dynamische Federweg so gross ist.

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vor 8 Minuten schrieb madmax:

Spielt das denn wirklich so eine große Rolle wie immer behauptet wird? Was kommt denn da zusammen? 1,5Kg Helm, 4Kg Leder?

Sven, du würdest dich wundern, wenn du das mal auf einer Waage nachvollziehst... Kombi: Locker 6 bis 7 kg, Resttextilien schnell noch 1 kg, Helm 1.5, Handschuhe und Stiefel 1 kg?

Ich messe bei mir mehr als 10 kg Unterschied.

Und ja, bei 25 kg spielt es eine Rolle. Das Gewicht sitzt ja nicht einfach statisch auf einem sich nicht bewegenden Motorrad. Es wird beschleunigt, gebremst etc. Einen entsprechenden Vergleich mit vielen Daten aus den Loggern gab es einmal in der Moto GP (Dani Pedrosa vs. Loris Baz...), finde ihn aber gerade nicht. Die Fahrwerke reagieren zum Beispiel mit vollem Tank zu Beginn des Rennens auch anders als zum Schluss.

Was die Pommes und die Cola angehen... wenn du die Konsumation unter 5kg hältst pro Mahlzeit, sehe ich wenig Handlungsbedarf.

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uuuuuuhhhhh, da hab ich jetzt nu halb zugehört, der Mensch war ein Holländer und auch nicht einfach zu verstehen in der lauteren Umgebung......brabbel brabbel....35....brabbel laber 25....?? Auf jeden Fall meinte er, viel Spielraum wäre da nicht, ist wohl vom Werk aus schon relativ weich gewählt. Also 20 kg sollte ich jetzt nicht mehr zunehmen :black_eyed:....patsch, das saß :box2:

Tut mir leid, da kann ich jetzt wirklich keine genaue Aussage zu machen. O.o Echt keine Ahnung:dontknow:

Edited by ghato

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vor 15 Minuten schrieb rocroc:

Dino

Falls du die Maschine nicht unmittelbar davor gut warmgefahren hast, würde ich die Messung wiederholen, möglichst mit einer anderen Art der Hinterradentlastung, z.B. mit einem Wagenheber oder eben mit zwei Personen als "Heber" und einer, die misst. 

Wenn die 0 mm zutreffen, ist wie von Chris und Harry schon vermerkt, die Federrate zu gering, wenn der dynamische Federweg so gross ist.

Okay das mache ich. Ich treffe mich heute Abend mit @zillo dann gucken wir da mal gemeinsam drauf. Das Bild von der verbauten Feder mach ich später auch noch. Danke!!

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vor 3 Minuten schrieb Dirkdiggler:

Okay das mache ich. Ich treffe mich heute Abend mit @zillo dann gucken wir da mal gemeinsam drauf.

Super. Da werden sicher noch andere profitieren können, wenn wir das hier einmal exemplarisch durchspielen können.

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Genau meine Gewichtsklasse, bin gespannt was ihr da einstellt. Bin mit meiner Abstimmung auch noch nicht ganz glücklich, seit dem Wechsel auf den Rosso3 bringe ich des Fahrwerk einfach nicht mehr optimal hin.

Gesendet von meinem SM-G955F mit Tapatalk

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vor 6 Stunden schrieb rocroc:

Sven, du würdest dich wundern, wenn du das mal auf einer Waage nachvollziehst... Kombi: Locker 6 bis 7 kg, Resttextilien schnell noch 1 kg, Helm 1.5, Handschuhe und Stiefel 1 kg?

Ich messe bei mir mehr als 10 kg Unterschied.

mehr als 10Kg? Das ist natürlich ne Ansage.

Ich hätte max mit 5-6Kg gerechnet.

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Ihr Lieben, hier ein kleines Update.

@zillo und ich haben uns heute getroffen und uns gemeinsam mal meine Karre vorgenommen. Wie gesagt, mit dem bisherigen Spezialisten-Setting war ich ein bisschen unzufrieden. Das Vorderrad wurde mir zu leicht und zu hibbelig beim Beschleunigen aus der Kurve und bei hohen Geschwindigkeiten war's instabil. Am Ende sind wir bei einem Setting gelandet, das mir mit meinen 105 kg (zumindest nach der ersten Stunde Testfahren) eigentlich ganz gut gefällt:

Die Feder hinten haben wir um ca. 6 mm weiter zusammengeschoben, sprich die Vorspannung von bereits 47 mm auf 53 mm weiter erhöht (Abstand gemessen vom Ende der Feder bis zum Ende des Gewindes). Die Druck- und Zugstufe haben wir jeweils auf 8 Klicks gelassen. Bei der Gabel haben wir die Vorspannung wieder etwas verringert: Von komplett reingedreht auf 2 Umdrehungen raus. Druck- und Zugstufe sind jeweils bei 4 Klicks.

Statisch betrachtet könnte man meinen, das Bike ist jetzt vorne zu weich und hinten zu hart. Ich muss aber sagen, dass sich das beim Fahren mit meinem Gewicht und meiner Sitzposition ganz gut balanciert. Bodenwellen werden recht gut geschluckt und trotzdem liegt man straff. Beim harten Bremsen geht die Gabel zwar gut in die Knie, aber nicht auf Block. (Idealerweise müsste da wohl was härteres rein, aber ich find's noch okay für meine Zwecke). Auch bei höheren Geschwindigkeiten funktioniert dieses Setting ganz gut, das Bike läuft ruhig und stabil durch die Kurve und geradeaus.

Auch wenn diese Einstellung sicher hier und da vom Lehrbuch abweicht finde ich es subjektiv betrachtet trotzdem besser als vorher. @drogon vielleicht probierst du mal was in der Richtung aus? Zurückdrehen kannste ja immer. Würde mich interessieren wie du es empfindest.

LG Dino

Edited by Dirkdiggler

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vor 5 Stunden schrieb Dirkdiggler:

sprich die Vorspannung von bereits 47 mm auf 53 mm weiter erhöht

Du hattest hinten einen statischen Federweg von Null, und hast die Verspannung noch weiter erhöht??!!

Auch wenn es Dir besser gefällt als vorher: dafür braucht man kein Öhlins Fahrwerk - da hätte es auch ein Stück Holz getan.

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Dino
Danke fürs Teilen. Die 12er S MY 14 hat eine 115er Federrate. Was steht genau auf der Feder? Kannst du die Länge der Feder messen (nur Feder ohne Muttern)? Wie viel statischen Negativfederweg habt ihr nun ermittelt?
Hinten bist du nun deutlich höher, vorne tiefer. Das spürt man sicher. Mehr Gewicht auf dem Vorderrad, noch agiler. Nach Lehrbuch wars vorher gar nicht, wenn der statische Federweg 0mm war... das müsste jetzt auf jeden Fall 0mm sein mit noch mehr Vorspannung.

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Hier mal meine Eindrücke dazu:

Die hintere Feder erscheint mir deutlich zu weich für Dinos Gewicht. Der statische Federweg ist und war hinten "0". Das ist natürlich nicht optimal, aber der dynamische Federweg ist beachtlich, wenn Dino sich draufsetzt. Insgesamt fühlt es sich durch die höhere Vorspannung am Heck aber straffer an, je geringer die Verspannung am Heck, desto "schaukeliger" wird es. Dies alles über die Dämpfung versuchen, wieder zu kompensieren halte ich für fragwürdig. Die Dämpfung ist hinten jetzt schon recht hoch. Wenn ich mich mit meinen 65kg netto raufsetze, ist es gut straff, aber noch völlig okay. Für Dino passt es so auch relativ gut, geht mit der verbauten Feder m.E. auch nicht besser.  Beim Überfahren von Unebenheiten, Wellen merke ich natürlich, dass ich wenig Negativfederweg habe, aber bei Dinos Gewicht halte ich das für nicht problematisch.
Auf der Feder steht eine "105", was auch erklären würde, weshalb das Ding so weich wirkt. Für mich wäre es wohl eher passend :4:
Mit Sozius möchte ich das Ding nicht fahren wollen! 
Ich habe aufgrund der harten Feder im Heck an meiner SF trotz völlig entspannter Feder auch fast keinen statischen und nur einen ziemlich geringen dynamischen Federweg. Man kommt gut damit klar. Die Meinungen gehen diesbezüglich ja auseinander, ich fahre lieber mit einem zu harten, als mit einem zu weichen Setting.

Die Gabel ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel. Das Teil hat selbst mit max. Vorspannung und ohne Belastung durch den Fahrer einen echt beachtlichen Negativfederweg. Wenn Dino sich draufsetzt, ist geschätzt schon einmal annähernd die Hälfte des max. Federweges aufgebraucht. Wir sind jetzt nicht ständig mit dem Maßband um das Motorrad gelaufen, weil es m.E. hier recht wenig Sinn macht.
Das verändern der Dämpfung hat gefühlt recht wenig Einfluss auf das Ein- und Ausfedern der Gabel. Erst, wenn man die Dämpfung komplett rausdreht, ist ein Unterschied spürbar. So arbeitet sie tatsächlich nur auf den Federn. Dann haben wir zunächst die Druckstufe und anschließend die Zugstufe eingestellt/zugedreht, bis man das Gefühl hatte, sie federt einigermaßen gleichmäßig ein und aus, ohne übermäßig nachzuwippen.  Im Prinzip macht es aber keinen wirklich spürbaren Unterschied, ob die Dämpfung auf 4, 6, 8, oder 10 Klicks eingestellt wird. Wahrscheinlich kann man die auch komplett zudrehen, ohne dass es zu hart ist. Wenn sie kraftvoll eingefedert wird, kommt sie raus und schwingt 1x nach. Das lässt sich auch nicht verhindern, denn das macht sie auch bei komplett zugedrehter Dämpfung. Da Dino das Gefühl hatte, das Vorderrad ist ihm zu leicht, haben wir nur die Verspannung wieder 2 Umdrehungen zurückgenommen und damit den Negativfederweg wieder etwas erhöht. Damit schwingt sie auch aufgrund der leicht geringeren Vorspannung  etwas weniger nach. Mit dem härter eingestellten Heck federt sie jetzt vorn und hinten gleichmäßig aus und ein, wenn das Motorrad mittig belastet wird. Vorher ging zuerst das Heck in die Knie. Aufgrund seiner Größe sitzt Dino, was die Gewichtsverteilung angeht, eher hinterradorientiert. So passt es m.E. besser.
Meine Öhlins Gabel federt deutlich satter ein und aus und wippt keinen mm nach. Ich kann bei mir die Zug- und Druckstufe je Holm einstellen. Bei der in der 1200S MY 17 verbauten Gabel wird an einem Holm die Zug- und am anderen Holm die Druckstufe eingestellt.

Mein vorübergehendes Fazit: Vordere Federn deutlich zu weich, Dämpfung zu gering. Es kommt mir so vor, als wenn das Luftpolster zu groß ist und /oder das Öl zu dünn.
Das Federbein könnte auch eine stärkere Feder gebrauchen, arbeitet und dämpft aber wenigstens vernünftig. Dort habe ich keinen Anlass gesehen, die Dämpfung weiter zu verstellen. Insgesamt sind wir jetzt weit jenseits der im Handbuch angegebenen Einstellung "Sport" und das Fahrwerk ist jetzt komfortabel, aber keinesfalls sportlich.
Für mein Gewicht würde es so passen, aber bei zügiger Gangart wird man zumindest vorn schnell an die Grenzen kommen.
Meine SF fährt sich dagegen straff, fast schon hart, vermittelt mir aber ein besseres Gefühl.
Ich glaube, an der Ö-Gabel der 1200S wurde entweder massiv gespart, sie ist nicht richtig befüllt, oder es ist ein Montagsmodell.

Insgesamt sitzt man auf der 1200S sehr bequem und komfortabel. Sehr schön zum flotten cruisen, aber für eine sportliche Gangart m.E. viel zu wenig vorderradorientiert. Da müsste ich mich deutlich umgewöhnen. Mit den Vorgängermoddellen (bis M5) überhaupt kein Vergleich mehr. Die MY 14 und R bin ich noch nicht gefahren. Ich mag eine vorderradorientierte Sitzhaltung und möchte ein Gefühl für das Vorderrad haben, das vermisse ich bei der 1200S total. Deshalb bin ich auch bei der M110Evo vorne mit dem Lenker schon flacher gegangen.
Für mich passt die SF besser :4:

Dino wird noch einmal bei einem Fahrwerksspezi (1-Mann Betrieb) vorbeifahren, mit dem ich gute Erfahrungen bei der Marzocchi meiner Evo gemacht habe. Mal sehen, was der sagt, ist ein ehemaliger Mitarbeiter von Öhlins. Ich würde vermuten, hinten eine härtere Feder, vorne Gabel komplett überarbeiten. Oder eben so lassen und daran gewöhnen.
Wahrscheinlich ist es besser, das Geld für die S in die Optimierung des Fahrwerks der 1200 zu stecken und somit ein besseres Ergebnis zu erzielen.

Ich maße mir nicht an, ein Fahrwerk wirklich einstellen zu können, aber ich denke nicht, dass ich mit meinem Gefühl komplett daneben liege. Im Vergleich zu meiner damaligen KTM 950 SMR (White Power), der überarbeiteten M100Evo (gepumpte Marzochhi und Öhlins Federbein) und der SF S bin ich da sehr ernüchtert.

Dino ist übrigens echt schlank, aber eben fast 2m groß und hat damit 30 kg mehr auf der Waage als ich. Nicht, dass hier der Eindruck entstehen würde, er wäre ein Moppelchen :D

War ein lustiger Abend! ;)

 

Edited by zillo
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vor 47 Minuten schrieb zillo:

Insgesamt sitzt man auf der 1200S sehr bequem und komfortabel. Sehr schön zum flotten cruisen, aber für eine sportliche Gangart m.E. viel zu wenig vorderradorientiert. Da müsste ich mich deutlich umgewöhnen. Mit den Vorgängermoddellen (bis M5) überhaupt kein Vergleich mehr. Die MY 14 und R bin ich noch nicht gefahren. Ich mag eine vorderradorientierte Sitzhaltung und möchte ein Gefühl für das Vorderrad haben, das vermisse ich bei der 1200S total. Deshalb bin ich auch bei der M110Evo vorne mit dem Lenker schon flacher gegangen.

Da hat Ducati wohl auf die Kritik derer gehört die sich ne Monster gekauft haben aber eigenlich lieber touren oder cruisen wollten. :)

Als die M5er noch die aktuellen Modelle waren gabs hier etliche Beiträge welcher Lenker am besten die Handgelenke entlastet, welche Sitzbank den Kniewinkel entschärft ...

Edited by madmax

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Ich werde mir in den nächsten Tagen nochmals eine 17er schnappen und das Fahrwerk genauer unter die Lupe nehmen. Ein Wechsel von der 115er Feder hinten auf eine 105er hat sich aus meiner Sicht in keiner Weise aufgedrängt. Schon die 14er fährt sich mit leicht mehr vorgespanntem Federbein hinten agiler, vorderradorientierter und ausgeglichener, auch für ein Leichtgewicht mit unter 70kg textifrei. Eine schon in der Grundabstimmung mehr vorgespannte Feder mit geringerer Federrate und sehr wenig statischem Federweg macht keinen Sinn. Das Resultat mit der Gabel wundert mich aber noch mehr und ich frage mich wirklich, ob bei dieser 17er diesbezüglich alles korrekt ist.

Bei Dino spielt die Körpergrösse natürlich auch noch eine entscheidende Rolle für das Fahrgefühl und das Fahrverhalten. Normalerweise sitzt der grosse Fahrer weiter hinten und aufrechter. Die Gewichtsverteilung verändert sich deshalb im Vergleich zu einem 20cm kleineren Fahrer messbar zugunsten der hinteren Hälfte des Bikes.

Dass die Monster weniger vorderradorientiert ist als die SF ist, würde ich unterschreiben. Mit einer korrekt eingestellten 14er kann man allerdings sehr flott unterwegs sein. Natürlich deutlich weniger straff als mit einem Supersportler, aber je nach Gelände nicht weniger schnell. 

Für Dino sehe ich hinten mindestens einer 120er Feder, allenfalls sogar eine 125er oder 130er. Falls noch nicht geschehen, unbedingt die höhere Tourensitzbank montieren (oder Sitzbank aufpolstern), um mehr Gewicht nach vorne zu bringen. Sollte die Gabel korrekt befüllt sein, helfen dort eine Veränderung des Verhältnis Luftpolsters/Ölmenge und eine andere Viskosität beim Gabelöl nur bedingt. Da werden ebenfalls neue Federn fällig. Allenfalls wäre auch ein flacherer Lenker eine zusätzliche Option. 

Erstaunlich ist, dass die 17er S in fast allen Tests bezüglich Fahrwerk gut bis sehr gut wegkommt. Sportlich komfortabel heisst es...

Edited by rocroc

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Am 13.7.2017 um 17:53 schrieb Daniel1:

Jetzt juckt's mich auch. Werde heute Abend mal nach wiegen. 

Ergebnis mit voller Montur sind knapp 8,5 kg Unterschied. Also wirklich beim Einstellen des Fahrwerks nicht unerheblich. Da kommt doch schnell einiges zusammen :D

Edited by Daniel1

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vor 55 Minuten schrieb Daniel1:

Ergebnis mit voller Montur sind knapp 8,5 kg Unterschied

Bei mir tragen halt die kugelsichere Funktions-Unterwäsche, das Handy, die Bestechungsgelder für die uniformierten Preisrichter und der Rückenpanzer noch auf ;-). Aber je nach Kombi (Einteiler oder Zweiteiler)  sind es zwischen 9 und etwas über 10. Jeans und Leder geht natürlich auch leichter.

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Ich werde mir in den nächsten Tagen nochmals eine 17er schnappen und das Fahrwerk genauer unter die Lupe nehmen.


Mach das mal, das interessiert mich auch.

Die R von Mike (Braineater) scheint mir deutlich straffer abgestimmt zu sein, werde die zum Vergleich mal testen, wenn es sich ergibt.
Für eine MY 17 müsste ich bei Ducati HH Probe fahren, aber da weiß ich noch nicht, ob ich das will. Rein optisch und von der Wertigkeit würde für mich sowieso nur die R in Frage kommen. Ich bin aber mit der SF sehr zufrieden, aus dem Ducati Lager könnte mich sonst irgendwann noch die Diavel reizen.
Vielleicht noch mal ein Supersportler, aber dafür recht das Taschengeld nicht mehr [emoji6]

Ich denke auch, dass die Federn vo/hi zu weich sind und eventuell mit der Gabel insgesamt was nicht stimmt. Zu großes Luftpolster, oder und zu dünnes oder zu wenig Öl.

Dino sitzt aufgrund seiner Körpergröße tatsächlich sehr Hecklastig, das Teil ( sofern es in Ordnung ist) passt für seine Maße und Gewicht so nicht.
Wenn er dann irgendwann so weit ist, sie sportlich zu bewegen, wird das Fahrwerk schnell an seine Grenzen kommen.



Mobil gesendet

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Ihr Lieben, eine kleine Verständnisfrage:

Kann mir mal bitte jemand erklären, warum der statische Federweg so wichtig ist? Was spielt das für eine Rolle, wie weit das Fahrwerk ohne Fahrer eintaucht?
Weil:

1. Das Motorrad wird ohnehin niemals ohne Fahrer bewegt, irgendwie logisch. Der dynamische Federweg macht natürlich total Sinn um zu prüfen, ob die Feder passt. 
Ein Beispiel: Sagen wir, ein Motorrad wiegt 200 kg. Mit der aktuell eingestellten Feder Vorspannung ist hier der Negativfederweg (des Hecks) 10 mm. Jetzt setzen wir einen 70 kg schweren Fahrer, z.B @zillo ;) drauf. Das Systemgewicht liegt jetzt bei 270 kg und das Bike sackt mit ihm um weitere 30 mm ein, was ja laut Lehrbuch okay wäre. Die Feder und deren Vorspannung sind also korrekt. Soweit so gut. Jetzt nehmen wir mal an, das Motorrad wird auf magische Weise um 30 kg leichter. Und sagen wir, durch diesen Gewichtsverlust verändert sich der Negativfederweg von 10 mm auf 0 mm, denn die aktuell eingestellte Feder Vorspannung ist zu stark und drückt aufgrund der fehlenden 30 kg das Heck bis auf Anschlag hoch. Nun komme ich um's Eck und setze mich mit meinen 100 kg drauf. Das Heck sackt von 0 mm Negativfederweg auf einen dynamischen Federweg auf 40 mm ein. Laut Lehrbuch wäre diese Einstellung aber falsch. Das Systemgewicht ist jedoch in beiden Fällen 270 kg. Einmal passt das Setting, einmal nicht.

2. Mein zweiter Gedanke hierzu ist der Sinn und Zweck des Negativfederwegs. Wenn ich es richtig verstanden habe soll dieser Traktionsreserve bieten, zum Beispiel beim Bremsen, bei Bodenwellen oder beim Beschleunigen, in Situation in denen das Motorrad entlastet und leichter wird. Aber in all diesen Fällen kann es natürlich durchaus passieren, dass das Motorrad an entsprechender Stelle 'unter' das Motorradgewicht hinaus entastet wird und somit der Negativfederweg für die Katz ist. Beim Überfahren einer extremen Bodenwelle mit ausreichend hoher Geschwindigkeit könnte der Druck auf den Asphalt deutlich unter 200 kg sinken, also weniger als das Motorradgewicht ohne Fahrer.

Ich sehe auch nicht die Argumentation zu sagen, dass im Schnitt 10 mm (in diesem Falle) ein guter Richtwert ist, der den Großteil der Situation auf der Straße abdeckt. Denn wie schon oben beschrieben, dieselbe Fahrsituation mit demselben Systemgewicht von 270 kg lässt das Motorrad exakt gleich reagieren (gut: Körpergrößen bedingte, andere Sitzpositionen und die daraus resultierende veränderte Gewichtsverlagerung vorne / hinten mal außen vor...).

Vielleicht übersehe ich ja auch was, habe einen Denkfehler oder irgendwas falsch verstanden und wäre an dieser Stalle für eine kleine Aufklärung sehr dankbar :) 

Danke euch!
Viele Grüße, Dino

Edited by Dirkdiggler

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Dino,

ich versuche es einmal so:

Eine Feder hat eine FederkennLinie, die durch ihre Federkonstante gegeben ist. Das heisst, zu jedem Federweg passt bei gegebener Feder exakt eine Kraft. Die Verbindung aller Kraft/Weg Punkte liegen für die gleiche Feder alle auf einer Geraden. Die Steigung dieser Geraden entspricht der Federsteifigkeit.

Du argumentierst hier aber nur über die Übereinstimmung in einem Punkt. Das ist leider zu wenig. Denn Du kannst sowohl eine zu weiche Feder (flache Kennlinie) soweit vorspannen, daß Du für einen bestimmten Federweg gerade die gewünschte Kraft benötigst.

Du kannst andererseits auch eine beliebig(!) steife Feder so minimal vorspannen, daß Du auch dort eine Übereinstimmung zwischen gewünschter Kraft und gewünschten Weg im Zielpunkt erreichst.

Nun dient ja die Federung an einem Motorrad gerade dazu, daß man es mit variablen Einfederwegen zu tun haben kann, und daß diese Federwege mit den auftretenden Kräften geeignet zusammenspielen.

Ich bin jetzt zu faul, ein Diagramm selbst zu zeichnen, aber an diesem hier aus dem Cagiva Elefant Forum kann man auch einiges erkennen:

Federkennlinie.jpg

Quelle: http://246303.forumromanum.com/member/forum/entry_ubb.user_246303.1139769415.1106705834.1106705834.1.federkonstant-cagiva_elefant.html

 

Die rote und die grüne Kennlinie gelten für nicht-vorgespannte Federn. Das erkennt man daran, daß beide Geraden im Koordinatenursprung beginnen. Null Kraft erzeugt Null Weg. Die grüne 115er Feder hat eine steilere Kennlinie als die rote 100er. D.h., die gleiche Wegänderung erfordert eine größere Kraft als bei der roten 100er Feder.

Die blaue Linie zeigt eine vorgespannte 100er Feder. Die Steigung ist gleich der roten Linie, weil es sich in beiden Fällen um 100er Federn handelt. Allerdings wird sich die blaue, vorgespannte Feder erst bewegen, wenn eine Kraft größer als der Schnittpunkt der blauen Linie mit der Y-Achse anliegt. Das ist übrigens auch der Grund dafür, daß ich der weiteren Erhöhung der Vorspannung bei Deinem statischen Federweg "Null" mit heftigem verbalen Stirnrunzeln begegnet bin. Kräfte unterhalb der Vorspannkraft bewirken NULL Veränderung in Deinem Fahrwerk. Weder Ausfederung, noch Einfederung. Das ist es, was ich mit "Stück Holz" meinte. Das Fahrwerk wird dadurch äußerst unsensibel auf kleine Stöße.

Zu Deinen weiteren Ausführungen:

vor 2 Stunden schrieb Dirkdiggler:

Das Systemgewicht liegt jetzt bei 270 kg und das Bike sackt mit ihm um weitere 30 mm ein, was ja laut Lehrbuch okay wäre. Die Feder und deren Vorspannung sind also korrekt.

Dieser Schluss geht mir jetzt ein bißchen zu schnell ;-)

Wenn zusätzliche 70 kg (Entsprechend etwa 700 Newton [N]), wovon nur der Radlastanteil für das Hinterrad (ca. 50%) auf das Federbein einwirken, zu zusätzlichen 30 mm Einfederung an der Hinterachse führen, um wieviel hat sich dann das Federbein (und damit: die Feder) verkürzt?

???

:denk1:

Es ist wirklich nicht mit Schnellschüssen getan, und ich werde die angekündigte Überarbeitung meines Simulators auf der Basis ausgemessener Geometrie, sowie die Ergebnisse der Vermessung meiner eigenen 1200S ´15 im Anschluss an diesen Post im thread "Das direkt abgelenkte Federbein" veröffentlichen.

 

 

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