Dirkdiggler

Komme grad vom Fahrwerkspezialisten...

137 posts in this topic

Liebe Spezialisten,

Ich komme grad von einem spezialisierten Spezialspezialisten der mir das Öhlins meiner monster 1200s 2017 eingestellt hat. (ich wiege um die 95kg, da dachte ich das macht sinn) und siehe da, es wurde einiges gemacht. Vorspannung Gabel auf Anschlag, Feder hinten 7mm rein und hier und da ein wenig druck und zug-optimierung. 

Ich bin kein Profi aber ich muss sagen, dass ich tatsächlich einen Unterschied spüre. Alles passiert jetzt irgendwie viel schneller, sie geht schneller rein, schneller raus, nicht unbedingt unruhig die Nummer, einfach mehr Action im Fahrwerk. Davor war alles so schon honigmäßig, irgendwie sanfter. Jetzt geht sie deutlich straffer durch die Kurve aber ist insgesamt auch irgendwie weicher. Versteht ihr, was ich meine? Kann das hier jemand nachvollziehen? Ich bin mir nämlich noch nicht ganz sicher, ob ich das alles so geil finde, vielleicht isses auch einfach nur ungewohnt und am Ende einfach so wie sich's gehört. (bin ja Fahranfänger und hab noch nicht so wahnsinnig viel Erfahrung mit Fahrwerken sammeln können...)

Übrigens, beim fest auf den Tank drücken und wieder loslassen kommt sie gleichmäßig, aber recht schnell hoch, aber ohne groß nachzuwippen....

Liebe Grüße, DD

 

Edited by Dirkdiggler
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klingt doch gut:boobies:

Bedenke aber, dass zwar beim negativ Federweg statisch sowie dynamisch "Lehrbuch" Einstellungen möglich sind. Druck und Zugstufe sollte aber jeder individuell erfahren. Gerade als "Anfänger" empfehle ich dir eigentlich ein weicheres Setup. Es geht auf der Straße niemals(!) um das letzte Zehntel. Ein weicheres Fahrwerk hat den größeren Grenzbereich und funktioniert eher auch auf Straßen 3. Ordnung.  

Ich fahre auch lieber etwas weicher als zu hart. 

Mehr kann ich dir auf deinen Beitrag leider nicht Antworten. Ich empfehle dir aber ruihg etwas mit der Zug und Druckstufe zu spielen. Irgendwo hat jeder einen Wohlfühlbereich, nur is ist der oft unterschiedlich!

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Dirk (Ich nehme einfach mal an, daß das Dein Vorname ist),

daß das Fahrwerk vorne und hinten gleich schnell und gleich tief ein- und ausfedern sollte ist eine Binsenweisheit. Deine Beschreibung klingt danach, als ob die Dämpfung (vorne und hinten) jeweils herabgesetzt worden ist. Federverspannung vorne auf Anschlag, sowie hinten verschärft decken sich mit meinen Erwartungen.

Dein - mit Verlaub - überdurchschnittliches Gewicht (vermutlich bist Du aber auch 2,10 meter groß :)) verlangt eigentlich nach einer strafferen Feder. Mit mehr Vorspannung kommt man da nur in Grenzen weiter.

Mit diesem Simulator kannst Du jedenfalls kostenfrei einmal diverse Varianten bezüglich Gewicht und Federhärte durchspielen.

Meiner unbedeutenden Meinung nach ist man am besten beraten, wenn man bezüglich der Differenz zwischen statischem und dynamischem Einfederweg ein anerkanntes Referenzfahrwerk (z.B. das von @RocRoc) nachbildet, und dann die dazu passende Feder (hinten) montiert. Für die Gabel gilt sinngemäß das gleiche. Die passende Dämpfung kann man dann experimentell "auf der Strecke" anpassen. Wobei ein höheres Gewicht generell nach einer strafferen Dämpfung verlangt als ein niedrigeres Gewicht (als der "Referenz-Fahrer").

Jedenfalls bietet dieses Thema reichlich Potenzial für die meisten Fahrwerke. Freut mich, wenn Du mit den Anpassungen zufrieden bist.

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vor 37 Minuten schrieb ipoxiatic:

klingt doch gut:boobies:

Bedenke aber, dass zwar beim negativ Federweg statisch sowie dynamisch "Lehrbuch" Einstellungen möglich sind. Druck und Zugstufe sollte aber jeder individuell erfahren. Gerade als "Anfänger" empfehle ich dir eigentlich ein weicheres Setup. Es geht auf der Straße niemals(!) um das letzte Zehntel. Ein weicheres Fahrwerk hat den größeren Grenzbereich und funktioniert eher auch auf Straßen 3. Ordnung.  

Ich fahre auch lieber etwas weicher als zu hart. 

Mehr kann ich dir auf deinen Beitrag leider nicht Antworten. Ich empfehle dir aber ruihg etwas mit der Zug und Druckstufe zu spielen. Irgendwo hat jeder einen Wohlfühlbereich, nur is ist der oft unterschiedlich!

Danke für die Stellungnahme! Macht Sinn, ich bin mir einfach noch nicht ganz sicher ob ich's mag, denke aber es könnte mir auf Dauer gefallen. Ich werde mal hier und da an den Stufen spielen, zurückdrehen kann man's ja wieder.

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vor 24 Minuten schrieb adducted:

Dirk (Ich nehme einfach mal an, daß das Dein Vorname ist),

daß das Fahrwerk vorne und hinten gleich schnell und gleich tief ein- und ausfedern sollte ist eine Binsenweisheit. Deine Beschreibung klingt danach, als ob die Dämpfung (vorne und hinten) jeweils herabgesetzt worden ist. Federverspannung vorne auf Anschlag, sowie hinten verschärft decken sich mit meinen Erwartungen.

Dein - mit Verlaub - überdurchschnittliches Gewicht (vermutlich bist Du aber auch 2,10 meter groß :)) verlangt eigentlich nach einer strafferen Feder. Mit mehr Vorspannung kommt man da nur in Grenzen weiter.

Danke Dir! Genau das meinte der Spezialist auch: "(Deine Größe ;))...verlangt eigentlich nach einer strafferen Feder." Er meinte aber auch, dass es so schon noch okay wäre.. Ich werde es einfach mal so weiter fahren, da es, wie schon erwähnt, eigentlich nicht unbedingt schlecht ist. Ich wollte nur mal eure Erfahrungen hören, ob mein subjektives Empfinden dem Fahrverhalten eines richtig eingestellten Fahrwerks entspricht.

 

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vor 17 Stunden schrieb Dirkdiggler:

 an den Stufen spielen, zurückdrehen kann man's ja wieder.

mach dir aber Notizen wieviel du was verstellst (es sei denn du bist Gedächtnisweltmeister :) )

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Am 29/06/2017 um 20:18 schrieb adducted:

daß das Fahrwerk vorne und hinten gleich schnell und gleich tief ein- und ausfedern sollte ist eine Binsenweisheit.

Wieso Binsenweisheit? Machen total viele, unter anderem auch der große Dave Moss. Beispielvideo: Bounce Demo.

Wo willste denn sonst anfangen?

Edited by Dirkdiggler

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Dirk, nichts für ungut. Wollte Dich nicht ärgern oder provozieren.

Ich widerspreche Dir und Deinem Spezialisten ja gar nicht. Nur benötigt man für diese Vorgabe: "Federungsverhalten vorne/hinten möglichst gleich" nicht gleich einen "Spezialisten". Das ist eine bekannte Grundregel. Und natürlich fängt man damit an.

Wikipedia: => Binsenweisheit

 

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Wobei diese Binsenweisheit nicht so leicht zu prüfen ist. Manche Fahrwerke sind perfekt eingestellt aber durch die recht hohen Losbrechmomente insbesondere der Gabel denkt man, dass es totaler Murks ist.... 

 

Also so bitte auch nicht zu verrückt machen! 

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vor 55 Minuten schrieb adducted:

Wikipedia: => Binsenweisheit

Hatte Binsenweisheit tatsächlich mit "Ammenmärchen" oder so verwechselt :) Danke Dir!

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ich bin mittlerweile nun ca. 600km (Stadt, Land, Bahn) mit der neuen Fahrwerkseinstellung gefahren, und habe ein paar Kommentare bzw. Fragen dazu.

Ich finde das Motorrad lässt sich bei niedrigen Geschwindigkeiten handlich und schnell einlenken, was in der Stadt bzw. bis 70km/h angenehm ist. Diese 'Handlichkeit' bleibt allerdings auch bei höheren Geschwindigkeiten, was ein wenig irritierend ist, weil das Moped gefühlt dazu neigt schon bei geringen Lenkimpulsen sofort zu reagieren und nervös zu werden. Ab Tempo 180-200km/h hat man schon fast ein wenig Angst zu lenken, weil es anfühlt, als ob das Vorderrad kaum Bodenkontakt hat und 80% des Gewichtes auf dem Hinterrad lastet.

Beim Landstraßen-Kurvenfahren im Bereich 80km/h-120km/h (hier und da vielleicht mal ein paar km/h schneller...) finde ich das Fahrwerk am schwierigsten. Irgendwie habe ich auch hier das Gefühl, dass das Hauptgewicht auf dem Hinterrad lastet und ich kein gutes Gefühl mehr fürs Vorderrad habe. Es fühlt sich so an, als ob das Vorderrad in Kurven und vor allem beim Herausbeschleunigen ziemlich leicht wird und kaum mehr Bodenkontakt hat. 

Also: Die Handlichkeit ist besser als vorher, allerdings habe ich kein so großes Vertrauen mehr in Kurven bei mittleren und hohen Geschwindigkeiten.

irgend einen Tuning Tipp?

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Vermutlich Feder und/oder Druckstufe hinten zu weich, deshalb wird das Vorderrad bei Schub zu sehr entlastet.
Du könntest mal mit der Gabel in der Dämpfung etwas weicher gehen (sofern die Vorspannung der Federn passt) wenn hinten nichts mehr geht, vielleicht bessert es sich dann etwas.

Vielleicht gibt es in deiner Nähe mal ein Fahrwerksseminar, an dem du teilnehmen könntest...?

 

Edited by zillo

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Danke für den Hinweis, werde das mal checken. klingt jedenfalls plausibel.

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Ist nur meine Interpretation.

Ich habe es auch nicht geschafft, mein Fahrwerk sauber selbst einzustellen, hatte aber professionelle Hilfe beim letzten Rennstreckentraining und nun passt es gut.
Wusste gar nicht, dass die SF bei meinem geringen Gewicht hinten überhaupt federn kann :4:

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Am 29.6.2017 um 18:54 schrieb Dirkdiggler:

.....Vorspannung Gabel auf Anschlag.......

 

Was heißt das? Gabel voll vorgespannt? Buchsen ganz reingedreht?

Wenn das so wäre, denke ich das es nicht funktionieren kann. Gehöre auch zu den schwereren Motorradfahrern und kenne auch einige, habe aber noch nie gesehen das eine Gabel voll vorgespannt werden muss um den passenden Negativfederweg zu bekommen.

Mach mal ein Kabelbinder um das Standrohr. Drauf setzen, danach das Vorderrad komplett entlasten und mess mal den Federweg.

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Bei meiner evo leider auch so. Müsste mal die federn wechseln lassen

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Weiche Federn der evo und der S4R Testastretta waren mir bekannt. Das die 1200S auch so weich in der Front ist, ist mir neu. Das 2017er s Modell ist auf jeden Fall nicht zu weich. Die bin ich neulich gefahren.

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Hi Dirkdiggler, wenn Du Dich grad mit dem Fahrwerk befasst, ggf. die hier in der FAQ noch lesen...

 

Edited by VauZwei
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Am 29/06/2017 um 20:18 schrieb adducted:

Meiner unbedeutenden Meinung nach ist man am besten beraten, wenn man bezüglich der Differenz zwischen statischem und dynamischem Einfederweg ein anerkanntes Referenzfahrwerk (z.B. das von @RocRoc) nachbildet, und dann die dazu passende Feder (hinten) montiert.

Das Fahrwerk aus diesem Beitrag hier? http://www.monstercafe.de/index.php?/topic/4451-öhlins-monster-1200s/

Federbein:
Druckstufe 8K offen, Zugstufe 12K offen

Gabel:
Zugstufe 8K offen, Druckstufe 8K offen.

Hab ne M12s von 2017, sind die Einstellungen da dieselben was Druck und Zugstufen angeht...?

LG

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Mein Tipp. Stell wieder alles auf Serie. Die Monster fährt auch mit Rund 100kg wirklich gut damit. 

Wenn du viel Fahrpraxis hast, dann kannst hier und da noch Kleinigkeiten ändern. Aber das Seriesetup ist schon echt gut. Kein Vergleich zu meiner alten M1000 im Auslieferzustand. Habe bei ihr schon einiges am Fahrwerk gemacht und machen lassen. Und trotzdem ist sie für mich jetzt nur minimal besser als die neue M1200s im Seriezustand.

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Okay, Ich habe mir die Frage, ob das Fahrwerk der 2014+ und der 2017 gleich ist, grade selber beantwortet. Ergebnis: ist gleich. Insofern denke ich funktionieren die Einstellungen von @rocroc auch bei der 2017er.

LG D

Modell 2014+

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Modell 2017

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Ganz so unterschreiben würde ich das nicht, da die Monster Jahrgang 2017 im Vergleich zum Vorjahresmodell einen kürzeren Radstand und einen steileren Lenkkopfwinkel hat. Davon mal abgesehen. Wenn ich mein Motorrad von einem Profi einstellen lasse und damit nicht zufrieden bin ist doch wohl der erste Ansprechpartner für mein Anliegen besagter Profi, sofern er sein Handwerk versteht.

 

Mit 95 kg Kampfgewicht ist die Feder bestimmt noch im Rahmen. Ich würde als erster mal die statischen und dynamischen Negativfederwege messen und mit dem Lehrbuch vergleichen.

Edited by Daniel1

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vor 1 Stunde schrieb Daniel1:

Ich würde als erster mal die statischen und dynamischen Negativfederwege messen und mit dem Lehrbuch vergleichen.

Das bringt aber nichts, wenn die Druckstufe bereits zu hoch eingestellt ist. Dann federt es auch nicht mehr gescheit.

Zum Einstellen des Negativfederweges würde ich in Zukunft einen anderen Weg gehen:
Druckstufe vo/hi ganz raus, dann zuerst den statischen Federweg über die Federn einstellen einstellen. Dann Dämpfung über Druck- und Zugstufe einstellen. 
Wenn das schon einmal passt, dynamischen Federweg einstellen, ggf. Druck- und Zugstufe im Fahrbetrieb nachjustieren, bis es passt.

Warum? Die Voreinstellungen lt. Handbuch bei meiner SF waren sowohl bei der Feder, als auch bei der Dämpfung schon viel zu straff. Da federte hinten trotz komplett entspannter  Feder gar nichts mehr. Ich bin aber auch ein Fliegengewicht.

 

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Frage: Bei meiner 2017er ist es so, dass wenn ich die Zug- und Druckstufe komplett zudrehe, die Kiste trotzdem noch ganz schön arg rumwippt... bin momentan bei 4 Klicks raus (Druck und Zug). So richtig zäh wird das nie. Könnt ihr das bestätigen oder hat meine Gabel einfach nen Treffer?

Edited by Dirkdiggler

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